Kammern-Prognose

Etwa 12.400 Arbeitsplätze weniger in Rhein-Main erwartet

Von Manfred Köhler
Aktualisiert am 23.11.2020
 - 11:45
Stütze: Das Baugewerbe schlägt sich in der Coronakrise auch in Rhein-Main weiter gut
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dürfte sich 2021 im Großraum Frankfurt merklich verringern. Die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern erwarten ein Minus von 12.400. Prozentual ist das nicht viel.

Die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern des Rhein-Main-Gebiets erwarten, dass sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in dieser Region im nächsten Jahr um 12.400 verringern wird. Das wäre ein Rückgang um 0,5 Prozent. Im laufenden Jahr sind den Kammern zufolge trotz der Corona-Krise noch neue Arbeitsplätze entstanden, etwa 15.000.

2019 waren es 38.500 gewesen, in den Jahren zuvor war der Zuwachs noch größer ausgefallen. Alles in allem ändere sich wenig an dem insgesamt hohen Beschäftigungsniveau der Region, hieß es am Montag bei der Vorstellung der Zahlen.

Dass der Rückgang 2021 nicht größer ausfallen werde, liege an den Kurzarbeiter-Regelungen. Aauch wer in Kurzarbeit ist, zählt als beschäftigt im Sinne der Statistik. Vor allem das Baugewerbe kommt gut durch die Krise, allein dort sollen 2021 gut 2000 Jobs entstehen.

In der Industrie hingegen dürften 9500 Stellen verloren gehen. Damit die Region weiter prosperiere, müssten die Verkehrswege ausgebaut und zusätzliche Wohnungen geschaffen werden, sagte der Frankfurter IHK-Präsident Ulrich Caspar.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Köhler, Manfred
Manfred Köhler
Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.
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