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Von Mechthild Harting
30.09.2019
, 15:46
Der neue Wiesbadener Stadtteil Ostfeld soll anders als bisherige Neubaugebiete werden.
Die Stadt Wiesbaden plant mit dem neuen Stadtteil Ostfeld „das beste Quartier, das die Region seit langem gesehen hat.“ Er soll Wohnen und Arbeiten verbinden, innovativ und vielleicht sogar autofrei sein – der Umwelt zuliebe.
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Wiesbaden will wachsen. Das ist neu. In der Vergangenheit hatte die Landeshauptstadt auf eine eher gemächliche Stadtentwicklung gesetzt, keine Neubaugebiete auf Äckern realisiert wie Frankfurt mit dem Riedberg, keine Bebauung auf militärischen Konversionsflächen wie Darmstadt, keine Industriebrachen entwickelt wie Offenbach mit seinem Hafen. Wiesbaden hat damit nicht am stürmischen Bevölkerungswachstum der anderen Großstädte im Rhein-Main-Gebiet teilgenommen. Während Frankfurt seit 2013 um mehr als 50.000 Einwohner gewachsen ist, Darmstadt und Offenbach jeweils um 10.000 Einwohner zugelegt haben, ist in Hessens zweitgrößte Stadt die Zahl der Einwohner lediglich um 4500 gestiegen.

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Die Hoffnung früherer Stadtregierungen, sich vom allgemeinen Wachstumstrend mit Wohnungsmangel und steigenden Mieten und Häuserpreisen abkoppeln zu können, hat sich aber nicht erfüllt. Wiesbaden kämpft mit Höchstpreisen, kann Arbeitnehmern kein Zuhause in der Stadt bieten. Die Folge ist, dass die 280.000-Einwohner-Stadt mit dem Verkehr und täglich 75.000 Einpendlern kämpft.

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Mechthild Harting - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Mechthild Harting
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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