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Frankfurter Einkaufszentrum

Aldi, Zara und Basic ziehen ins Nordwestzentrum

Von Petra Kirchhoff, Frankfurt
 - 09:28

Wenn in einer Woche, am Altweiberdonnerstag, die Guggenmusik im Nordwestzentrum aufmarschiert, dürfen die Schlagzeuger ruhig ein bisschen lauter auf die Pauke hauen. An Krach hinter Bauzäunen sind die Besucher des Einkaufszentrums inzwischen gewöhnt.

Seit einem Jahr läuft der Umbau. An drei Stellen wird die Decke zwischen Erd- und Untergeschoss aufgerissen, damit der Keller Tageslicht bekommt. Bauarbeiter sind dabei, Stahlträger in den Boden zu rammen – um die 700000 Tonnen Stahl werden verbaut –, neue Technik und Leitungen zu verlegen, Decken abzusenken und Böden abzutragen. Eine Operation am offenen Herzen, die die Einkaufszentren My Zeil und das Hessen-Center noch vor sich haben.

Jetzt im Umbau. Bald in Form

Die Arbeiten im Nordwestzentrum, mit einem Investitionsvolumen von 60 bis 80 Millionen Euro, sind einerseits nötig, um in dem 1968 eröffneten Center Technik und Brandschutz auf den neuesten Stand zu bringen. Zum anderen sind durch den Auszug der Feuerwache und des Polizeireviers14 Flächen im Unter- und Erdgeschoss frei geworden, die für eine Erweiterung genutzt werden. Alles in allem fasst das Nordwestzentrum 40000 von 90000 Quadratmeter Fläche an. Neu hinzu kommen letztendlich nur 4500 Quadratmeter, wie Center-Manager Georg Lackner gestern bei der Vorstellung der Baustelle noch einmal bekräftigte. Im Zuge des Umbaus werden auch Ladenflächen verkleinert, weil die Geschäfte weniger Platz brauchen. C&A, Douglas und Thalia zum Beispiel. Umgekehrt nutzen Mieter die Chance, auf größere Flächen zu ziehen, etwa die Drogeriekette dm.

„Jetzt im Umbau. Bald in Form“, können Besucher auf großflächigen Planen an Bauzäunen lesen. Was das bedeutet, ist an einigen Stellen im Center bereits zu sehen, etwa dort, wo bereits Lichtdecken installiert sind, die mit Hilfe weißer Stoffbahnen und LED ein Licht erzeugen, dass Tageslicht schon recht nahe kommt. Die eine andere Fensterfront im Untergeschoss sieht auch schon recht ordentlich aus, etwa dort, wo die Modekette Zara einziehen wird. Die Spanier werden sich im Erd- und Untergeschoss auf zwei Etagen (4500 Quadratmeter) ausbreiten.

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An neuen Mietern schon fest stehen außerdem: die Drogerie Müller (3000 Quadratmeter), der Discounter Aldi Süd (1600) und die Bio-Supermarktkette Basic. Das Rewe-Center wird in der Neuauflage mit 4500 Quadratmetern etwa ein Drittel kleiner als bisher.

„Das Center ist nicht verkauft worden“

Alles in allem müssen Mieter für knapp 50 neue Flächen gefunden werden, unter diesen auch kleine Flächen um die 20 und 25 Quadratmeter, die für Gastronomie vorgesehen sind. In Sachen Galeria Kaufhof (10000 Quadratmeter), die angekündigt hatte, im nächsten Jahr auszuziehen, ist laut Lackner das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es gebe bereits finale Verhandlungen mit weiteren Mietern, sagte Daniel Quaas gestern als Vertreter des Shopping-Center-Betreibers ECE, der sich seit November mit um das Management und die Vermietung im Nordwestzentrum kümmert.

Lackner, Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft, die für den Betrieb verantwortlich ist sprach gestern von einer „zweijährigen Testphase“, in der man schaue, ob die ECE und das Nordwestzentrum zusammen passten. Der Schritt sei notwendig geworden, weil viele Mitarbeiter der Betreibergesellschaft vor der Rente stünden. Lackner selbst wird in diesem Jahr 64 Jahre alt. Er hob hervor: „Das Center ist nicht verkauft worden, und das liegt auch nicht im derzeitigen Interesse des Eigentümers.“ Das ist der Frankfurter Immobilieninvestor Josef Buchmann.

Ohnehin wird im Oktober, wenn das Nordwestzentrum 50 Jahre alt wird, erst einmal gefeiert. Lackner hofft, dass bis dahin die wichtigsten Bauarbeiten abgeschlossen und die wichtigsten Flächen bezogen sind. Für Besucher wird es also noch eine Weile ungemütlich bleiben: Zwei Rolltreppen müssen noch eingebaut werden.

Quelle: F.A.Z.
Petra Kirchhoff
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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