FAZ plus ArtikelSamson Areal in Frankfurt

Rechenzentren ja, aber nicht überall

Von Inga Janović
07.04.2021
, 21:10
Weil der Ventilhersteller Samson in Offenbach neu baut, werden Spekulationen über die Nutzung seines Grundstücks im Osthafen geweckt. Den Rechenzentren will die Stadt den Platz nicht überlassen.

Näher kann man ihm kaum kommen, dem berühmten Internetknoten, der Frankfurt zum weltweit bedeutenden Umschlagplatz der Datenströme macht. Das Herz der Internethauptstadt schlägt am Osthafen. Deshalb ballen sich dort schon heute eine ganze Reihe von Rechenzentren, das Werksareal des Ventilherstellers Samson ist quasi von ihnen umgeben. Und so liegt die Vermutung nahe, dass auch dieses Gelände, welches das Industrieunternehmen in einigen Jahren zugunsten eines Neubaus in Offenbach frei machen will, bald mit den grauen Riesenkisten voller Router und Server bebaut werden könnte. Doch die Stadtpolitik will die Branche an dieser Stelle nicht zum Zuge kommen lassen.

„Auch in Zukunft soll das Gebiet im Osthafen als Industriegebiet für produzierende Industrie erhalten bleiben“, erklärten die beiden Stadträte Mike Josef (SPD) und Markus Frank (CDU), gleich nachdem sie ihr Bedauern über den Weggang Samsons geäußert hatten. Der zuständige Referent des Planungsdezernenten Josef sprach dann im Gespräch mit der F.A.Z. von einer „hafenaffinen Nutzung“, die unbedingt gesichert werden müsse. Neben Industriebetrieben seien auch Transportunternehmen denkbar, unbedingt sollten es aber Betriebe sein, für die die besondere Lage an Wasser, Schiene und Straße von Bedeutung sei.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Janovic, Inga
Inga Janović
Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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