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Spültabs klein wie Kopfschmerztabletten

Von Martina Propson-Hauck
30.06.2022
, 08:53
Saubere Sache: Katrin Steinbach produziert nachhaltige Tabs.
Eine Unternehmerin aus Hessen will das Geschirrspülen nachhaltiger machen. Das coronabedingte Homeoffice hat ihr den Anstoß zur Umsetzung gegeben. Alles aber leichter gesagt als getan.
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Wenn man im Drogeriemarkt vor langen Regalen mit Waschmitteln und Spül­maschinentabs steht, glaubt man nicht, dass diese Alltagsprodukte noch einmal neu erfunden werden müssen: Es gibt sie in allen Variationen, in Pulverform, als Konzentrat, flüssig in Flaschen, als Tabs oder Pods, von einigen Marken auch mit Ökolabel. Katrin Steinbach hat den Versuch trotzdem un­ternommen, das Rad neu zu erfinden und mit den großen Konzernen in Wettbewerb zu treten. Nicht, weil sie den Markt nicht kennt, sondern gerade deswegen. Die 44 Jahre alte Di­plom-In­genieurin aus Wiesbaden arbeitet seit 17 Jahren in der Kosmetikindustrie, wo sie als Nachhaltigkeitsbeauftragte unter anderem auch für die Entwicklung unbedenklicher Kosmetikprodukte zu­ständig ist. So verwundert es nicht, dass im Onlineshop ihres eigenen Unternehmens „As Easy As That“ um klima­­neutrale Kosmetik und Waschmittel geht.

Entwickelt hat sie die Idee zu nachhaltigen Produkten und einem eigenen Unternehmen während der Corona-Pandemie, vor einem Jahr ging sie mit ihrem Shop online. Dort gibt es bislang ein Vollwaschmittel, die „kleinsten Spül­tabs der Welt“, eine Gesichtscreme und eine Bodylotion. Ein Feinwaschmittel soll in den nächsten Wochen dazukommen. Alle Produkte sind klimaneu­tral, vegan und ohne Tierversuche hergestellt. Die Liste der Inhaltsstoffe ist transparent einsehbar, sie stammen zu 90 Prozent aus Europa, produziert wird in Deutschland, die Hautpflege kommt gar aus einem Partner-Labor in Frankfurt. Statt mit exotischen Schönheitsversprechen kommen die Cremes etwa mit schlichten Wirkstoffen aus Apfelfasern vom Bodensee und steirischem Kürbis aus Österreich aus. Apfelwasser aus Polen, das sonst in der Kanalisation landet, ist ebenso Bestandteil. Dabei sind einige der Inhaltsstoffe, wie etwa Squalane, auch in hochpreisigen Luxuscremes enthalten.

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