FAZ plus ArtikelMick in der Formel 1

„Ihr schaut’s ja nur durch die Schumacher-Brille“

Von Anno Hecker, Imola
16.04.2021
, 12:15
Mick Schumacher hat im Haas nur eine Chance, sich zu profilieren: gegen seinen Teamkollegen, den Sohn des Geldgebers. Einige Altersgenossen machen sich in schnelleren Autos einen Namen.

Warten auf Mick Schumacher. Das wird dauern. Obwohl er pünktlich ist. Auch am Donnerstag beginnt seine Pressekonferenz in Imola auf die angekündigte Minute. Es dreht sich viel um seine Formel-1-Premiere vor knapp zwei Wochen in Bahrein: 16. von 20 Gestarteten. Schumacher ist anderes gewohnt. Wettrennen um den Sieg. Er ist als Meister der Formel 2 aufgestiegen, als Siegertyp nach etwas Anlaufzeit in Aufbauserien. Irgendwann ganz vorne. Jetzt ganz hinten. Aber „das hat Spaß gemacht“, sagt er fröhlich – als Letzter? Vier sind nicht ins Ziel gekommen. Einen hätte er hinter sich gelassen, den Teamkollegen Nikita Masepin. Die Fans draußen vor den Toren haben andere Erwartungen. Auch die Geduld?

Jean Todt kennt das Gefühl. Er war einst Rennleiter bei Ferrari. Der Franzose sollte Anfang der neunziger Jahre die Scuderia wieder aufbauen, den abgehängten, verspotteten Stolz von Maranello. Grande Casino. Angeblich kreiste Rotwein in der Box schneller als das Auto. Gut erfunden. Todt brauchte sieben Jahre bis zum ersten WM-Sieg; vor allem brauchte er Michael Schumacher.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hecker, Anno
Anno Hecker
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