FAZ plus ArtikelLewis Hamiltons Nachfolger

Bereit für die Zukunft der Formel 1

Von Christoph Becker, Silverstone
14.07.2019
, 08:30
Lando Norris und George Russell werden in Großbritannien als potentielle Weltmeister gehandelt, wenn Lewis Hamilton eines Tages abtritt. Dabei gibt es bei den englischen Hoffnungsträgern einige Unterschiede.

Die Gegenwart war ein bisschen unangenehm für die Vergangenheit und die Zukunft des britischen Rennsports. Die Zukunft saß am Steuer, die Vergangenheit bekam eine Schaufel gereicht und fing an zu buddeln. Aber es ging – nichts. Nicht vor, nicht zurück. Johnny Herbert und Lando Norris, zwei Gefangene des Kiesbetts.

Silverstone Circuit am Donnerstag dieser Woche. Der Große Preis von Großbritannien steht vor der Tür, die Tribünen sind bestens gefüllt, anderswo wünschen sie sich so viele Fans am Rennsonntag (15.10 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei RTL und Sky). Zum Unterhaltungsprogramm eines Formel-1-Donnerstags gehören Prominente, die in sehr schnellen, sehr teuren Sportwagen um die Rennstrecke rasen. Gerne wird gefilmt dabei, das macht sich gut in der Vorberichterstattung der Fernsehsender. In diesem Fall nun also chauffiert Norris, 19 Jahre alt, der jüngste britische Pilot der Formel-1-Historie, seit er Anfang der Saison in Melbourne das erste Mal für McLaren fuhr, den TV-Experten Herbert, 55 Jahre alt, einst Teamkollege von Michael Schumacher, Sieger in Silverstone 1995. Bis Norris es übertreibt und den McLaren 720S, Neupreis eine knappe Viertelmillion Euro, im Kies versenkte. „Johnny hat zu viel geredet, da hat das Talent versagt“, sagt Norris anschließend. „Wir schicken dir die Rechnung“, twittert der Rennstall seinem Fahrer.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Becker, Christoph
Christoph Becker
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