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1:0 gegen Schweden

Niederlande ziehen ins WM-Finale ein

Von Daniel Meuren, Lyon
 - 23:42
Die niederländischen Fußballerinnen Danielle van de Donk, Jackie Groenen und Dominique Bloodworth gehen nach dem Treffer zum 1:0 über den Platz.

Im Finale der Fußball-WM der Frauen in Frankreich kommt es zum Duell zwischen dem Weltmeister und dem Europameister. Die Niederlande stehen bei ihrer zweiten WM-Teilnahme durch einen 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Schweden erstmals im Endspiel. Das Tor erzielte die in den vergangenen Jahren in der Bundesliga für den FFC Frankfurt spielende Jackie Groenen (99. Minute). Das Halbfinale konnte nicht mit dem Niveau des Duells zwischen den Vereinigten Staaten und England vom Vortag mithalten. Da die Verlängerung eine zusätzliche Belastung darstellt, ist fraglich, wie die Niederlande am Sonntag (17 Uhr) gegen die Vereinigten Staaten eine Chance haben sollen. „Die Amerikanerinnen sind extrem stark. Aber in einem Spiel ist alles möglich“, sagte die Siegtorschützin, die die Bundesliga nach vier Jahren in Frankfurt verlassen und im kommenden Jahr in England bei Erstligaaufsteiger Manchester United spielen wird.

Frauenfussball-WM 2019

Die niederländische Trainerin Sarina Wiegman überraschte mit ihrer Aufstellung. Erstmals seit Beginn der niederländischen Erfolgsserie von vor dem Halbfinale elf gewonnenen Turnierspielen nacheinander veränderte sie die Aufstellung es Europameisters in der Offensive: Shanice van de Sanden musste ausgerechnet im Stadion ihres Klubs Olympique Lyon Lineth Beerenstyn den Vortritt lassen. Zuvor hatte Wiegman seit dem Beginn der von den Niederlanden gewonnenen EM 2017 niemals eine andere Position gewechselt als in der Innenverteidigung.

Schweden hatte die erste Chance. Elin Rubensson spielte Stina Blackstenius frei, die aber an der niederländischen Schlussfrau Sari van Veenendaal scheiterte (13.). Es dauerte bis zur 38. Minute, bis Schweden nach einem Eckball durch Hurtig die nächste Chance hatte. Van Veenendaal verhinderte mit dem linken Fuß den Rückstand.

Zur Pause musste die ehemalige Weltfußballerin Lieke Martens dann bei den Niederlanden ihren Platz räumen. Die beste Spielerin in „Oranje“ quält sich seit der Vorrunde mit einer neu aufgebrochenen Zehenverletzung durchs Turnier, nachdem ihr beim Torjubel beim 2:1-Sieg gegen Japan eine Mitspielerin auf den Zeh getreten war.

Wie schon im ersten Abschnitt hatte Schweden die niederländische Offensive weitgehend unter Kontrolle, bei 16:2 Fouls nach einer Stunde Spielzeit auch durch immer wieder mal kleine Nickligkeiten. Die in den vergangenen sechs Jahren für den VfL Wolfsburg spielende Nilla Fischer prüfte zudem die niederländische Schlussfrau van Veenendaal, die den Ball nach einem Flachschuss mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte. „Bei Jackie Groenen geht der Ball knapp rein, bei mir geht er an den Pfosten. Das ist Fußball“, sagte die 34 Jahre alte Fischer. Ihr Schuss ähnelte dem Siegtor tatsächlich extrem.

Auf der Gegenseite waren es dann die Fingerspitzen von Hedvig Lindahl, die einen niederländischen Torerfolg verhinderten. Sie lenkte einen Kopfball von Vivianne Miedema an die Latte ihres Tores. In der Nachspielzeit musste sie abermals ihr Können beweisen, als sie den Ball nach einem Schuss der zwischenzeitlich eingewechselten van de Sanden zu Ecke abwehrte. In der Verlängerung hinterließen die Niederlande den frischeren Eindruck. Der Siegtreffer durch Jackie Groenen durch einen Flachschuss aus 19 Metern fiel deshalb verdient.

Der Schlusspfiff verzögerte sich durch eine Verletzung der Schwedin Kosovare Asllani, die, vom Ball am Kopf getroffen, zusammensackte. Sie fasste sich dabei an den Nacken. Anschließend musste sie minutenlang auf dem Rasen behandelt werden, ehe sie mit einer Fixierung des Halses auf einer Trage vom Platz gebracht wurde. Ein Pressesprecher des schwedischen Fußballverbandes gab später bekannt, dass Asllani gemeinsam mit dem Mannschaftsarzt zu Untersuchungen in Krankenhaus gefahren wurde.

Ersten Untersuchungen zufolge hat sie keine schwere Verletzung erlitten. „Im Krankenhaus wurden ein CT und MRT gemacht. Die vorläufige Diagnose lautet, dass es keine Anzeichen einer ernsthaften Verletzung gibt“, sagte Team-Pressesprecher Fredrik Madestam der Nachrichtenagentur AFP. Kosovare Asllani hat demnach das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Quelle: FAZ.NET
Daniel  Meuren - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Meuren
Sportredakteur.
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