French Open

Zverev besteht auch die zweite Prüfung

Von Pirmin Clossé
02.06.2021
, 14:05
Alexander Zverev schlägt sich durch in Runde drei.
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Alexander Zverev ist der erste Deutsche in Runde drei der French Open. Einen alten Bekannten besiegt er letztlich souverän. Auch Stefanos Tsitsipas kommt eine Runde weiter.
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Für Alexander Zverev war es ein Wiedersehen. Seinen Gegner in der zweiten Runde der French Open, den Russen Roman Safiullin, kennt der beste deutsche Tennisspieler schließlich schon seit Jugendtagen. „Er ist derselbe Jahrgang wie ich, 1997“, hatte Zverev vor dem Match bei Eurosport gesagt. „Ich habe früher sehr oft gegen ihn gespielt.“ Und Zverev war gewarnt. Safiullin sei damals sogar besser gewesen als er selbst. „Er hat oft gegen mich gewonnen.“

Die Karrieren der beiden Weggefährten hatten sich in den vergangenen Jahren dennoch in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt. Zverev stieg rasant in die Weltspitze auf, gehört in diesem Jahr in Paris sogar zu den Mitfavoriten. Safiullin, der einst die Australian Open bei den Junioren gewonnen hatte, wurde dagegen unter anderem durch Verletzungen ausgebremst. In der Weltrangliste steht er nur auf Rang 182, ins Hauptfeld der French Open kam er über die Qualifikation.

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So waren die Rollen in diesem Duell klar verteilt. Doch so eindeutig wie auf dem Papier war die Angelegenheit nicht. Mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:1) setzte sich Zverev letztlich dennoch nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit souverän durch. Nachdem er in Runde eins gegen den Kölner Oscar Otte einen 0:2-Satzrückstand noch umgebogen hatte, überstand er auch seine zweite Prüfung. Er ist damit der erste Deutsche in Runde drei des Grand-Slam-Wettbewerbs.

Eine günstige Auslosung

Im ersten Satz hatte Safiullin Zverev eine Stunde lang einiges abverlangt. Sicher von der Grundlinie, mutig im Vorwärtsgang. Der Russe hatte spürbar nichts zu verlieren. Bis zum 5:5 hielten beide Spieler ihr Service. Dann beantwortete Safiullin Zverevs erstes Break, indem er direkt auch dessen Aufschlag durchbrach. Es ging in den Tiebreak. Nach einigem Hin- und her sicherten zwei Asse in Serie Zverev den ersten Satz.

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Im zweiten Satz war es dann Zverev, der Safiullins Break schnell konterte. Der Deutsche spielte nun deutlich druckvoller. Seine Waffen – der erbarmungslose Aufschlag, die fast fehlerlose Rückhand, die wuchtigen Grundschläge – waren nun geschärft. Er zog davon. Und auch wenn sein Gegner im letztlich finalen Durchgang noch einmal vieles versuchte, selbst einen überraschenden Aufschlag von unten packte er aus, war Zverev nicht mehr aufzuhalten. Auch im zweiten Tiebreak des Tages, bewies er Nervenstärke. Und sicherte sich mit einem perfekten Return den Sieg.

Zverevs nächster Gegner ist der Serbe Laslo Djere, der seinen Landsmann Miomir Kecmanovic etwas überraschend in fünf Sätzen besiegte. Auch hier ist Zverev der klare Favorit. Generell erscheint seine Auslosung nach dem überraschend frühen Aus für US-Open-Champion Dominic Thiem günstig. Zumal er den „Großen Drei“ Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic bis zum Finale aus dem Weg gehen würde.

© Eurosport
Tsitsipas locker weiter

Mitfavorit Stefanos Tsitsipas hat bei den French Open ohne jede Mühe die dritte Runde erreicht. Der 22 Jahre alte Grieche bezwang am Mittwoch in Paris den Spanier Pedro Martínez mit 6:3, 6:4, 6:3. Tsitsipas hat in diesem Jahr bereits die beiden Sandplatz-Events in Monte Carlo und Lyon gewonnen und zählt daher in Paris neben dem Titelverteidiger Rafael Nadal und dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic zu den ganz heißen Anwärtern auf den Titel. In Runde drei bekommt es die Nummer fünf der Welt am Freitag mit dem Amerikaner John Isner zu tun.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Clossé, Pirmin
Pirmin Clossé
Sportredakteur.
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