French Open

Kerber kämpft sich durch

23.05.2022
, 21:35
Erleichtert: Angelique Kerber
Zwei Tage nach ihrem Turniersieg in Straßburg muss Angelique Kerber zum Auftakt der French Open in Paris zwei Matchbälle abwehren, ehe sie ihr Weiterkommen sichern kann.
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Erst versorgte Angelique Kerber ihre Freundin Andrea Petkovic mit wertvollen Tipps, dann kämpfte sich die deutsche Nummer eins bei den French Open selbst in die zweite Runde. Zwei Tage nach ihrem Triumph beim Tennisturnier in Straßburg gewann Kerber am Montagabend in Paris gegen die Polin Magdalena Frech dank einer beeindruckenden Energieleistung mit 1:6, 6:3, 7:5 und überstand damit beim Sandplatz-Klassiker im Stade Roland Garros erstmals seit vier Jahren wieder die erste Runde.

Im dritten Satz musste Kerber dabei beim Stand von 4:5 sogar zwei Matchbälle abwehren. Als sie im zweiten Versuch wenig später selbst das Weiterkommen perfekt gemacht hatte, ließ Kerber sich völlig erschöpft, aber überglücklich auf den roten Sand fallen. Danach feierte sie den Sieg mit den deutschen Fans, die sie auf Court sechs lautstark nach vorne gepeitscht hatten. „Oh, Angelique Kerber“, hallte es über den Platz, beim Weg in die Kabine machte Kerber mit den Zuschauern sogar die Welle, als habe sie das Turnier bereits gewonnen.

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Petkovic hatte zuvor gegen die Französin Océane Dodin deutlich weniger Mühe und klar mit 6:4, 6:2 gewonnen. Dabei hatte sie auch von den Ratschlägen Kerbers profitiert. „Ich hatte eine Spionin“, sagte Petkovic nach ihrem starken Auftritt. „Meine alte Freundin Angelique Kerber hat vergangene Woche gegen Oceane gespielt und mir ein paar Tipps gegeben.“ Mit Erfolg: Nach 1:29 Stunden verwandelte Petkovic im regnerischen Paris ihren dritten Matchball.

Kerber wirkte anfangs nicht richtig frisch. Die Strapazen die Tiebreak-Thrillers über mehr als drei Stunden im Finale von Straßburg waren der 34 Jahre alten Kielerin deutlich anzumerken. Kerber konnte im gesamten ersten Satz kein Mal ihren eigenen Aufschlag durchbringen und leistete sich viele leichte Fehler. Nach nur 28 Minuten ging der Durchgang mit 6:2 an die Polin.

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Doch dann entdeckte Kerber ihr berühmtes Kämpferherz. Im zweiten Satz wurde das dritte Spiel zum Schlüssel. Mehr als zehn Minuten dauerte das Aufschlagspiel von Frech, ehe Kerber das Break gelang. Die ehemalige Weltranglisten-Erste steigerte sich nun, machte vor allem über die Vorhand viele Punkte und holte sich den Satzausgleich.

Doch im dritten Abschnitt kassierte sie sofort wieder ein Break und lief diesem fortan hinterher. Kerber und Frech lieferten sich nun einen packenden Fight mit spektakulären Ballwechseln in Serie. Bei den beiden Matchbällen von Frech behielt Kerber die Nerven und machte wenig später den ersten Zweitrunden-Einzug in Paris seit vier Jahren perfekt.

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Quelle: ad./dpa
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