FAZ plus ArtikelLöws Neuaufbau des DFB-Teams

Drei Jahre im Kreis gedreht

Von Michael Horeni
14.06.2021
, 11:30
Fußball-Bundestrainer Joachim Löw versprach nach der WM einen Neuaufbau, kam aber bis zur EM kaum voran. Was kann er der „Schicksalsgemeinschaft“ Nationalelf nun noch geben?

Für Joachim Löw schließt sich am Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) ein Kreis, genauer gesagt: für seine letzte Rolle als Bundestrainer. Vor drei Jahren, nach dem Desaster von Russland, hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, den Neuaufbau der deutschen Nationalelf ins Werk zu setzen. Inklusive Rückkehr in die Weltspitze. Löw war überzeugt, dafür trotz des Tiefschlags bei der Weltmeisterschaft und zwölf Amtsjahren noch genug Energie und Esprit zu besitzen.

Das letzte Projekt des Bundestrainers begann im September 2018. Der Gegner hieß Frankreich (0:0). Es war das erste von nun 29 Spielen, in denen Löw ein neues Team für die Europameisterschaft entwickeln wollte. Die Pandemie hat ihm sogar noch ein zusätzliches Jahr und zusätzliche Spiele spendiert. Doch vor dem EM-Auftakt gegen Frankreich muss man beim Blick auf die deutsche Mannschaft nüchtern feststellen: Mit dem Duell mit dem Weltmeister schließt sich nicht bloß ein Kreis – der Bundestrainer hat sich drei Jahre lang auch nur im Kreis gedreht.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Korrespondent für Sport in Berlin.
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