FAZ plus ArtikelGiulia Gwinns Geschichte

Mama wollte nicht

Von Christopher Meltzer, Herzogenaurach
06.07.2022
, 11:42
„Es ist wichtig, den Mund aufzumachen“: Giulia Gwinn
Ihre Karriere beginnt mit einer Lüge: Mittlerweile ist Giulia Gwinn die bekannteste Fußballspielerin der deutschen EM-Mannschaft. Ihre Geschichte erzählt viel über den Status ihres Sports.
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Neulich hat Giulia Gwinn etwas angeboten, was ihr selbst nie angeboten worden ist. Sie hat in Meckenbeuren, einer kleinen Gemeinde im Bodenseekreis, ein Fußballtraining für Mädchen organisiert. Sie hat dort auch mit Mädchen gespielt und mit Mamas gesprochen, die das erste Mal auf einem Sportplatz standen. Sie hat den Mädchen Autogramme und den Mamas Antworten gegeben. Und so hat sie mit dem persönlichen Kontakt ein Problem angehen können, für das sie selbst damals deutlich mehr List einsetzen musste. Denn die Geschichte von Giulia Gwinn, dem Mädchen vom Bodensee, das das Gesicht der deutschen Fußballfrauen geworden ist, fängt mit einer kleinen Lüge an.

Es ist Montag in Herzogenaurach, wo sich Gwinn, 22 Jahre alt, mit dem Nationalteam auf die Europameisterschaft in England vorbereitet. Sie sitzt in einem Meetingraum mit Gymnastikbällen und erzählt, warum sie ihre Eltern mit acht Jahren angelogen hat. Sie spielte damals ständig mit ihren Brüdern auf dem Bolzplatz, was aber nichts daran änderte, dass ihre Mama nicht wollte, dass sie ins Training der TSG Ailingen geht, des Fußballvereins ihres Heimatorts.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Meltzer, Christopher
Christopher Meltzer
Sportkorrespondent in München.
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