ARD-Doping-Experte

Seppelt reist nicht zur WM nach Russland

13.06.2018
, 22:57
ARD-Doping-Fachmann Hajo Seppelt
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Weil es in Russland für ihn zu gefährlich sei, fliegt der ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt nicht zur Fußball-WM. Die Sicherheitsbehörden hatten dem Journalisten von der geplanten Reise abgeraten.
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Der ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt wird nicht zur am Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen. Dies teilte die Sendergruppe am Mittwochabend in den ARD-Tagesthemen offiziell mit. Grundlage der Entscheidung waren Gefährdungsanalysen von Bundessicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA), der Nachrichtendienste und das Landeskriminalamt Berlin (LKA), deren Einschätzung dem ARD-Politikmagazin Kontraste vorliegt.

Vorausgegangen war ein Gespräch zwischen ARD-Vertretern mit Außenminister Heiko Maas. Dabei ging es nur um eine Frage: Besteht ein Risiko für den ARD-Dopingexperten, wenn er zur WM nach Moskau fährt? Die Antwort war eindeutig und lautete: Ja. Schriftlich heißt es dazu, „dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne.“

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Selbst Merkel setzte sich für Seppelt ein

Am 11. Mai hatte Russland ein vom SWR beantragtes Visum für Hajo Seppelt mit dem Hinweis für ungültig erklärt, der Investigativ-Journalist stehe auf einer Liste der in Russland „unerwünschten Personen“ und könne daher nicht einreisen. Hintergrund hierfür war offenbar die durch Seppelts Film „Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht“ ins Rollen gebrachte Aufdeckung des russischen Staatsdopingsystems.

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Russland
ARD-Dopingexperte Seppelt fährt nicht zur Fußball-WM
Video: afp, Bild: afp

Russlands Vorgehen hatte Wellen bis in die oberste politische Etage geschlagen. Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den WM-Gastgeber mit Blick auf die Pressefreiheit aufgefordert, die Einreise des ARD-Journalisten zu ermöglichen. Mit Erfolg. Einen Tag nach dem Appell von Merkel bestätigte das Auswärtige Amt am 15. Mai, dass Seppelt doch ein WM-Visum erhalte.

Quelle: SID
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