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FAZ plus ArtikelSchweinsteigers Rücktritt

Unser Fußball-Herz

EIN KOMMENTAR Von Michael Horeni
 - 13:03
Die Tränen des Weltmeisters: Bastian Schweinsteiger nach dem WM-Finale 2014zur Bildergalerie

In seinen besten Momenten schafft der Fußball Erinnerungen, die seine Anhänger ein ganzes Leben in sich tragen. Meistens sind es Tore, solche, die zu Triumphen führen. Das Aus-dem-Hintergrund-müsste-Rahn-schießen ist so ein Tor. Der Drehschuss von Gerd Müller in München. Das Elfmetertor von Andreas Brehme in Rom. Oder das Kunststück von Mario Götze in Rio. Der Moment jedoch, den die Fußballfans unauflöslich mit Bastian Schweinsteiger verbinden und in ihrem Gedächtnis bewahren werden, ist kein Moment, der einen Jubelsturm ausgelöst hat. Es ist ein Moment, in dem der Charakter eines Sportlers sichtbar wurde. Einer, der nicht aufgibt. Bastian Schweinsteiger brauchte dafür nicht mal einen Ball.

In der Verlängerung des WM-Endspiels 2014 ging Schweinsteiger nach einer der ungezählten Attacken der Argentinier zu Boden. Als er den Kopf wieder hob, lief unter dem rechten Auge Blut über sein Gesicht. Schon während des gesamten Spiels hatte er Tritte und Schläge einstecken müssen, aber Schweinsteiger ließ, als es darauf ankam, den Schmerz an sich abprallen. Das machte ihn und seine Mannschaft zu Weltmeistern. Schweinsteiger war zwar nicht der Kapitän dieser goldenen Generation, aber er war ihr Anführer, ihr Herz. Als das Finale abgepfiffen wurde, begruben ihn seine Mitspieler auf dem Rasen unter sich. Man sah nicht, dass er weinte.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Korrespondent für Sport in Berlin.
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