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Trainer mit Corona-Infektion

„Ich will nicht sterben, ich habe noch viel zu tun“

Aktualisiert am 31.05.2020
 - 11:47
„Wenn ich ins Krankenhaus komme, was wird mir geschehen?“: Gian Piero Gasperini
Bergamo in Italien ist besonders hart getroffen von der Corona-Krise. Auch der Trainer von Fußball-Erstligaklub Atalanta war infiziert. Nun berichtet er, wann die Krankheit bei ihm ausbrach und wie schlecht es ihm ging.

Gian Piero Gasperini, Trainer von Robin Gosens beim italienischen Fußball-Erstligaverein Atalanta Bergamo, ist vom Coronavirus genesen. Er habe um sein Leben gebangt und an den Tod gedacht, sagte Gasperini im Gespräch mit der „Gazzetta dello Sport“.

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„Einen Tag vor dem Champions-League-Match gegen Valencia am 10. März ging es mir schlecht. Die zwei darauffolgenden Nächte habe ich nicht geschlafen. Ich hatte zwar kein Fieber, ich fühlte mich aber als hätte ich eine Temperatur von 40 Grad“, sagte der 62-Jährige. Das Spiel Atalantas gegen den FC Valencia gilt als möglicher Infektionsherd der Coronavirus-Epidemie in der ganzen Lombardei. Hunderte Atalanta-Fans sollen sich im Stadion angesteckt haben, was laut Experten auf entscheidende Weise zur Verbreitung des Virus im Raum von Bergamo beigetragen haben soll.

„Alle zwei Minuten hörten wir die Sirene eines Rettungswagens, denn in der Nähe unseres Sportzentrums in Bergamo ist ein Krankenhaus. Es war wie im Krieg. Ich dachte: 'Wenn ich ins Krankenhaus komme, was wird mir geschehen? Ich will nicht sterben, ich habe noch viel zu tun'. Das sagte ich scherzend, aber ich dachte es wirklich“, erzählte der Trainer, der während der Krankheit auch den Geschmackssinn verlor.

„Vor zehn Tagen haben Antikörper-Tests bestätigt, dass ich an Covid-19 erkrankt bin. Jetzt habe ich die Antikörper im Blut, was jedoch nicht bedeutet, dass ich immun bin“, erklärte der aus Turin stammende Coach. Nach der Tragödie, die die Stadt Bergamo erlebt hat, hofft Gasperini auf eine große Freude für seinen Klub, der in der Champions League noch im Rennen ist. „Ich erwarte mir viel Energie von der Champions League, die für uns ein außerordentliches Abenteuer ist. Diese Stadt verdient eine außerordentliche Freude“, so Gasperini.

Der FC Valencia zeigte sich erstaunt von Gasperinis Aussagen. „Valencia CF möchte seine Überraschung über die Kommentare von Atalanta-Trainer Gian Piero Gasperini öffentlich zum Ausdruck bringen“, hieß es in einer Erklärung. Der Coach sei sich der Leidenssymptome bewusst gewesen ohne vorbeugende Maßnahmen ergriffen zu haben, teilte der Verein weiter mit.

„Solche Aktionen hätten, wenn dies den Tatsachen entspräche, zahlreiche Menschen während der Reise nach Valencia und ihres Aufenthalts in Valencia gefährdet“, kritisierte der Verein. Einige Tage nach dem Spiel hatte der FC Valencia berichtet, dass bei „rund 35 Prozent“ der Spieler und Mitarbeiter der Mannschaft der Coronavirus diagnostiziert worden war.

Quelle: sid/dpa
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