Fußball in Brasilien

Klub verliert Halbfinale nach 23 falschen Corona-Tests

03.08.2020
, 08:52
Der Ball rollt wieder – trotz der Corona-Krise.
Brasilien ist besonders hart von der Corona-Krise getroffen. Die Zahlen der Infizierten sind immens. Vor einem wichtigen Spiel gibt es auch bei Red Bull Bragantino etliche positive Tests. Doch sie sind alle falsch.
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Der brasilianische Fußballverein Red Bull Bragantino fordert Erklärungen für mehr als 20 fälschlicherweise positive Corona-Tests. Der Klub werde sich mit Vertretern des Hospital Albert Einstein und des Fussballverbandes von São Paulo treffen, berichtete das Portal „UOL“ am Sonntag.

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Zwei Tage vor dem Halbfinale der Meisterschaft des Bundesstaates São Paulo gegen den SC Corinthians am Donnerstag, das der brasilianische Red-Bull-Ableger 0:2 verlor, hatte Bragantino vom Krankenhaus die Nachricht erhalten, dass mindestens 23 Tests, darunter von neun Spielern, positiv ausgefallen seien.

Der Vorstand schickte Spieler und Mitglieder des Trainerstabs zu Tests in weitere Labors und abermals ins Albert Einstein-Krankenhaus. Eineinhalb Stunden vor dem Spiel bekam der Klub die Nachricht, dass die ursprünglichen Testergebnisse falsch waren und niemand sich infiziert hatte.

So konnte Bragantino gegen Corinthians zwar in Bestbesetzung antreten, aber fühlte sich beeinträchtigt, weil die betroffenen Spieler in der Endphase der Vorbereitung wegen der Corona-Maßnahmen nicht trainiert hatten.

Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 25.800 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 541 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Das lateinamerikanische Land registriert seit Beginn der Pandemie mehr als 2,73 Millionen Fälle des Virus und die offizielle Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 94.104.

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als 17,96 Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert und 685.206 sind mit oder an den Folgen des Erregers gestorben. Die meisten Fälle und Todesopfer melden die Vereinigten Staaten, gefolgt von Brasilien und Indien.

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Quelle: sid/Reuters
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