Zweite Bundesliga

HSV blamiert sich beim Tabellenletzten Würzburg

21.02.2021
, 15:59
Mit einem Sieg wollten die Hamburger Platz eins in der zweiten Bundesliga festigen. Daraus wird nichts. Stattdessen verliert der HSV in Würzburg. Ein ganz später Sieg gelingt Nürnberg in Karlsruhe.

Im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga hat sich der Hamburger SV beim Tabellen-Letzten FC Würzburger Kickers blamiert. Der Spitzenreiter verlor am Sonntag überraschend 2:3 (0:2) gegen das Schlusslicht und könnte am Montag von Platz eins verdrängt werden. Absteiger Fortuna Düsseldorf besiegte in einem Duell der ambitionierten früheren Bundesligaklubs zu Hause und in Unterzahl Hannover 96 ebenfalls 3:2 (1:1). Die Rheinländer haben nun sechs Punkte Rückstand zu den Aufstiegsrängen und die Hannoveraner neun. Dem 1. FC Nürnberg gelang beim favorisierten Karlsruher SC beim 1:0 (0:0) ein Last-Minute-Sieg, der den Franken wichtige Punkte im Abstiegskampf bringt.

2. Bundesliga

Holstein Kiel und die Spielvereinigung Greuther Fürth haben am Montagabend (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky) die Chance, den HSV von der Tabellenspitze verdrängen, wenn die beiden Verfolger zum Abschluss des 22. Spieltags aufeinandertreffen. Kiel hat so viele Punkte wie Hamburg (42), Fürth indes drei weniger. Aufstiegsanwärter VfL Bochum hatte am Freitag bei Erzgebirge Aue 0:1 verloren und steht mit ebenfalls 42 Punkten vor dem Montagsspiel auf Platz zwei.

Die Hamburger verpassten in Würzburg eine frühe Führung äußerst knapp, als Sonny Kittel einen Freistoß an den Pfosten setzte (10.). Anschließend nahm das Unheil aus Sicht der Norddeutschen seinen Lauf: Nach einem Fehler im Aufbauspiel des Favoriten kam Martin Hasek aus zentraler Position zum Schuss und überwand Keeper Sven Ulreich (19.). Dann traf Abwehrspieler Douglas für die Franken (30.). Nach der Pause erhöhte der HSV den Druck, doch Patrick Sontheimer traf zum 3:0 (54.).

Drittes siegloses HSV-Spiel in Serie

Jeremy Dudziak (72.) und Bobby Wood (89.) brachten die Hamburger noch mal heran, doch am Ende reichte das nicht. HSV-Mittelfeldmann Amadou Onana sah in der Schlussphase zudem Gelb-Rot (90.). Nach zuletzt zwei Unentschieden war es das dritte sieglose Liga-Spiel in Serie für das Team von Trainer Daniel Thioune. „Über weite Strecken ist es viel zu wenig gewesen. Das müssen wir uns ankreiden““, sagte HSV-Kapitän Tim Leibold bei Sky und sprach von „fehlender Einstellung“. Thioune stellte fest: „Diese Niederlage war überflüssig und tut weh.“

Für die Fortuna – zuletzt fünfmal nacheinander sieglos – verwandelte Rouwen Hennings (28.) einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung. Zuvor war Kingsley Schindler bei einem Zweikampf gegen den früheren 96-Profi Felix Klaus zu spät gekommen. Hannovers Florent Muslija gelang jedoch zügig der Ausgleich (37.), als er von Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier angespielt wurde.

Aus Sicht der Düsseldorfer drohte das Spiel zu kippen: Florian Hartherz (45.) musste direkt vor der Pause nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Doch Treffer von Klaus (52.) und Joker Shinta Appelkamp (76.) brachten das Team von Uwe Rösler in Front. Der kurz zuvor eingewechselte Mick Gudra (79.) machte es nochmals spannend, doch die zu harmlosen Niedersachsen schafften nicht mehr den Ausgleich.

In Karlsruhe gab es in einem umkämpften Spiel wenige Chancen. Von den favorisierten Gastgebern kam bei frühlingshaften Temperaturen zu wenig, um die Franken in Bedrängnis zu bringen. Den Nürnbergern gelang es durch Mats Möller Daehli, dies in der Schlussminute in einen Sieg umzumünzen. Die Franken haben jetzt sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Der KSC bleibt Fünfter.

Quelle: dpa
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