Zweite Liga

Turbulente Schlussphase auf Schalke

17.09.2021
, 20:52
Erhitzte Gemüter auf Schalke: Der Karlsruher SC dreht in Überzahl das Spiel.
Der FC Schalke 04 verliert nach einer turbulenten Schlussphase das Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Besser läuft es für den 1. FC Nürnberg: Die Franken gewinnen dank eines Jokers gegen Hansa Rostock.

Nach einem Torwartfehler von Ralf Fährmann und in Unterzahl hat Bundesligaabsteiger FC Schalke 04 wieder einen Rückschlag erlitten. Das Team von Trainer Dimitrios Grammozis verliert mit 1:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC.

2. Bundesliga

Entscheidender Moment im Spiel war die umstrittene Rote Karte gegen Schalkes Kapitän Victor Palsson wegen rohen Spiels (72. Minute). In der Schlussphase sorgte KSC-Kapitän Marvin Wanitzek (88.) mit einem für Fährmann unhaltbaren Traumtor aus der Distanz für den ersten Sieg der Badener seit Ende Juli.

150. Tor für Terodde

Zuvor hatte Fährmann früh gepatzt und sich die Direktabnahme von Kyoung-Rok Choi nach einer Ecke ins eigene Netz gelenkt (1.). Schalke hoffte nach dem achten Treffer im siebten Spiel von Torjäger Simon Terodde (15.) vergeblich auf den Sprung in die Spitzengruppe der zweiten Liga. Mit zehn Punkten aus sieben Spielen fällt der Revierclub zunächst wieder ins Tabellen-Mittelfeld zurück. Der KSC springt mit nun zwei Zählern mehr zumindest für einen Abend auf Platz drei.

Für den vor der Saison vom Hamburger SV gekommenen Terodde war es der 150. Treffer im Unterhaus. Er zog damit mit dem früheren Fortuna-Köln-Stürmer Karl-Heinz Mödrath gleich. Bis zum aktuellen Rekordhalter Dieter Schatzschneider fehlen Terodde nun noch drei weitere Tore. Zählbares konnte Schalke trotzdem nicht erringen. Grund dafür war unter anderem der Platzverweis für Palsson. Der Isländer war Wanitzek mit Anlauf von hinten in die Beine gesprungen, traf den KSC-Kapitän dabei aber nur leicht.

Sieg für Nürnberg dank Einwechslung

Nach einem Jokertor von Youngster Eric Shuranov ist der 1. FC Nürnberg zumindest vorerst auf einen Aufstiegsplatz gesprungen. Beim mühsamen 1:0 (0:0)-Zittersieg gegen Aufsteiger Hansa Rostock hatte „Club“-Trainer Robert Klauß am Freitagabend ein glückliches Händchen.

Er wechselte in der 57. Minute den 19 Jahre alten Shuranov und Zweitliga-Debütant Lukas Schleimer als neues Sturmduo ein. Nur zwei Minuten später passte Schleimer nach einem schnellen Angriff von der rechten Seite präzise nach innen auf Shuranov, der aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss traf.

Erik Shuranov (rechts) wird eingewechselt und trifft zum Sieg.
Erik Shuranov (rechts) wird eingewechselt und trifft zum Sieg. Bild: dpa

Es war vor 25.000 Zuschauer im ausverkauften Max-Morlock-Stadion ein zähes Geduldsspiel für den „Club“ gegen den Aufsteiger, der mit dem langjährigen Nürnberger Kapitän Hanno Behrens kompakt verteidigte und offensiv immer wieder gefährlich wurde. Die Gäste hätten sogar in Führung gehen können, ja müssen: Doch auf Pass von Behrens scheiterte Außenstürmer Streli Mamba völlig frei am herausstürzenden Christian Mathenia (53.), dem besten Nürnberger.

Der FCN-Torwart hatte schon vor der Pause einen Schuss von Bentley Baxter Bahn klasse pariert (29.). Und auch in der Endphase hielt Mathenia gegen Behrens den Sieg fest (89.). Da der weiterhin ungeschlagene „Club“ keinen entscheidenden Konter setzen konnte, musste er bis zum erlösenden Schlusspfiff arbeiten und bangen.

Quelle: vate./dpa
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