Zweite Bundesliga

Fürth und Düsseldorf 2:2 – Würzburg steigt ab

08.05.2021
, 15:04
Im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga zeigen sowohl Greuther Fürth als auch Fortuna Düsseldorf Nerven. Beide gewinnen ihre Heimspiele nicht. Alles verloren ist schon für Absteiger Würzburg.

Die Würzburger Kickers steigen aus der zweiten Fußball-Bundesliga ab. Die Unterfranken verloren am Samstag zu Hause mit 1:3 (0:0) gegen den VfL Osnabrück. Zwei Spieltage vor dem Saisonende hat der Aufsteiger damit keine Chance mehr auf den Klassenverbleib. Christian Santos (51. Minute), Ulrich Taffertshofer (79.) und Ludovit Reis (85.) raubten die letzten Kickers-Hoffnungen, die aber ohnehin nur noch theoretischer Natur waren.

2. Bundesliga

Das sehenswerte Freistoßtor von Frank Ronstadt (66.) war zu wenig für die Würzburger. Der Abstieg der Kickers hatte sich schon lange abgezeichnet. Der Aufsteiger war mit Ausnahme des dritten Spieltages die ganze Saison Tabellenletzter. Vier verschiedene Trainer schafften es in dieser Spielzeit nicht, das Team auf Kurs Klassenverbleib zu bringen. In einer spielerisch mäßigen und vom Einsatz geprägten Partie waren die Gäste das bessere Team. Sebastian Kerk hatte früh Pech bei einem Pfostenschuss (16.).

Nach seiner Ecke in der zweiten Hälfte köpfte Santos per Kopf zum siebten Saisontor ein. Bei Marvin Pieringers Pfostentreffer aus der Distanz fehlte nicht viel zum Ausgleich (65.). Der glückte dann Ronstadt. Ein Punkt hätte nicht gereicht, aber Taffertshofer und Reis machten dann sowieso alles klar. Zehn Punkte beträgt der Rückstand von Schlusslicht Würzburg auf den Nicht-Abstiegsplatz. Aber auch für Osnabrück bleibt es eng.

Düsseldorf hat weiter Rückstand

Fortuna Düsseldorf ließ derweil wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen. Die Rheinländer kamen gegen Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und verpassten zwei Spieltage vor Saisonende die Chance, den Rückstand auf Relegationsplatz drei zu verkürzen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler liegt vor den Spielen der Konkurrenten Hamburger SV und Holstein Kiel am Montag als Vierter drei Punkte hinter den drittplatzierten Störchen, die noch ein weiteres Nachholspiel in der Hinterhand haben.

Torjäger Dawid Kownacki (42.) und Shinta Appelkamp (60.) brachten die Hausherren jeweils in Führung, Marcel Bär (51.) und Fabio Kaufmann (68.) glichen für die abstiegsgefährdete Eintracht aus. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nahm die Fortuna das Zepter in die Hand und kontrollierte die Begegnung. Kurz vor der Pause brachte Braunschweigs Benjamin Kessel Kownacki im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte trocken. 2

Kurz nach dem Seitenwechsel glichen die Gäste nach einem Ballverlust der Fortuna durch Bär aus. Nur wenige Minuten später brachte Appelkamp Düsseldorf nach Vorlage von Felix Klaus wieder in Führung. Kaufmann sorgte nach einer Flanke für den erneuten Ausgleich. Die Gastgeber rannten in den Schlussminuten an, verzweifelten allerdings an der dicht gestaffelten Gäste-Abwehr.

Die Spielvereinigung Greuther Fürth musste sich im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga nach einem Fehler von Torhüter Sascha Burchert ebenfalls mit einem Punkt begnügen. Die Franken verpassten beim 2:2 (1:2) gegen den Karlsruher SC aber den angestrebten und gut möglichen Sieg. Philipp Hofmann (4. Minute) und begünstigt durch den Burchert-Fauxpas Marco Thiede (36.) sorgten zweimal für die KSC-Führung. Havard Nielsen (26.) und Branimir Hrgota (70./Foulelfmeter) brachten die spielerisch starken Fürther aber zweimal zurück.

Ein halbes Jahr kickte Hofmann einst für die Franken, jetzt ärgerte der KSC-Angreifer seinen früheren Klub im Aufstiegsrennen. Nach einer Flanke von Sebastian Jung setzte sich Hofmann im Luftduell gegen den nicht optimal postierten Paul Jaeckel durch und bejubelte sein elftes Saisontor. Fürth erholte sich schnell vom Gegentor und kam zum verdienten und folgerichtigen Ausgleich.

Doch nachdem sich Burchert einen eigentlich zu unplatzierten Thiede-Schuss selbst ins Tor lenkte, mussten die Franken erneut einem Rückstand hinterherrennen. Fürth blieb klar überlegen – und belohnte sich mit dem erneuten Ausgleich. Nach Foul an Hrgota verwandelte er selbst sicher. Ein weiterer Strafstoß nach einem Handspiel von Christoph Kobald wurde nach Eingreifen des Videoschiedsrichters nicht gegeben (72.). Fürth drängte und drängte, der Siegtreffer glückte aber nicht mehr.

Quelle: dpa/sid
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