FAZ plus ArtikelTitelkandidat in der Krise

Alarmierende Befunde bei Borussia Dortmund

Von Roland Zorn, Freiburg
Aktualisiert am 06.10.2019
 - 19:01
Die Enttäuschung steht nicht nur Mats Hummels ins Gesicht geschrieben.
Der BVB ist an einem kritischen Punkt angekommen. Das Kernproblem spricht der selbst seit Wochen verunsichert wirkende Kapitän Marco Reus unverblümt an. Und sogar der sonst beharrlich freundliche Lucien Favre wird wütend.

Nach dem dritten 2:2 in Serie war selbst der sonst beharrlich freundliche Lucien Favre wütend. „Wir haben Fehler beim Pressing, bei der Balleroberung gemacht“, klagte der Westschweizer, „es hat die Aggressivität gefehlt. Man muss klar sagen, wir haben nicht gut gespielt in der zweiten Halbzeit.“ Und um zu zeigen, wie passiv er die Herangehensweise seiner Mannschaft empfand, duckte er sich einmal zur Seite und sagte: „Wir gehen so in die Zweikämpfe statt so.“ Dabei schlug er sich mit dem Spielberichtsbogen auf die linke Hand.

Der Knalleffekt, den sich der Trainer von Borussia Dortmund nach dem 2:0-Erfolg in der Champions League bei Slavia Prag auch am Samstag im Duell mit dem famos in die Bundesligasaison gestarteten SC Freiburg erhofft hatte, blieb im Breisgau aus. Wieder einmal. Dass der Sport-Club derzeit sogar vor dem momentan im Tabellenmittelfeld angesiedelten Meisterschaftsmitfavoriten auf einem Spitzenplatz rangiert, ist bei einem Zweipunkteabstand nicht das Ärgernis, das die Schwarz-Gelben beunruhigt. Es sind die eigenen Leistungen, die weit unter dem eigentlichen Potential dieser vor dem Beginn der neuen Spielzeit viel höher eingeschätzten Mannschaft bleiben.

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Quelle: F.A.Z.
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