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FAZ plus ArtikelGruseliges 0:4 in München

Borussia Dortmund und das lähmende Gift

Von Daniel Theweleit, München
Aktualisiert am 10.11.2019
 - 14:42
Die Köpfe gehen nach unten: Dortmund nach dem 0:4 von Münchenzur Bildergalerie
Der BVB möchte Meister werden. Doch das schlimme 0:4 in München stellt das Projekt in Frage. Bei den Fans tobt der blanke Zorn. Und es zeigt sich, dass irgendetwas in dieser Mannschaft einfach nicht stimmt.

Als erster Dortmunder lief jener Mann zum Mannschaftsbus, der die Abgründe dieses Fußballabends verkörpert hatte, wie kein anderer. Verborgen unter einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze, eilte Jadon Sancho davon, sprechen mochte er lieber nicht nach dem gruseligen 0:4 seines BVB beim FC Bayern, und nachdem Trainer Lucien Favre ihn nach 35 Minuten ausgewechselt hatte. Eine körperliche Blessur, die wohlwollende Beobachter vermutet hatten, lag dieser Maßnahme nicht zu Grunde. „Man hat das gesehen: Er war einfach nicht gut genug. Er war nicht verletzt“, sagte Trainer Favre mit entwaffnender Offenheit.

Sancho war krachend mit dem Versuch gescheitert, in diesem Spiel vor einem globalen Publikum durch leichtfüßige Kunststücke aufzufallen. Und er hatte sich in einem Wettkampf, in dem es um Kampfbereitschaft und Widerstandskraft ging, ergeben wie einer dieser Jungs vom Bolzplatz, die das Etikett „Schönspieler“ mit sich herumtragen. Einige andere waren kaum besser, aber Sancho war besonders schwer befallen von dem lähmenden Gift, das durch die Nervenbahnen der Dortmunder zu strömen schien. „Jadon! Jadon!“ hatte Favre zunehmend verzweifelt gerufen, weil der Engländer beide Schwerpunkte für dieses Spiel missachtete: körperliche Präsenz und einen schnellen einfachen Spielaufbau als Mittel gegen das starke Münchner Pressing. Sancho hatte seinen Trainer nicht mal mit einem Blick gewürdigt.

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Quelle: F.A.Z.
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