4:2 gegen Union

BVB wieder mit Offensivspektakel

Von Daniel Theweleit
19.09.2021
, 20:46
Zwei Offensivgesichter des BVB und Raiola-Klienten: Malen und Haaland.
Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga am FC Bayern dran. Der BVB gewinnt dank seiner offensiven Wucht gegen Union, schafft es aber wieder nicht, ohne Gegentor zu bleiben. Das führt zu Diskussionen.
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Die Zuschauer waren wieder bestens unterhalten worden von der Dortmunder Mannschaft, die am Ende des Duells mit Union Berlin ein 4:2 feiern konnte und sich auf eine Ehrenrunde durch das Stadion begab. Wie in der Woche zuvor in Leverkusen hatte das Team vier Tore erzielt, auch ein 5:2 gegen Frankfurt und ein 3:2 gegen Hoffenheim hat das Publikum schon zu sehen bekommen.

Bundesliga

Erling Haaland hatte abermals zwei Tore geschossen, die meisten Dortmunder waren dennoch nachdenklich am Ende dieses Arbeitstages, der Probleme sichtbar gemacht hatte, mit denen sie sich schon lange herumplagen. Bis zum 3:0 sei er „sehr zufrieden“ gewesen, sagte Mats Hummels, doch dann habe das Team begonnen, „unseriös“ zu agieren. Wieder hatte der BVB zwei Gegentreffer zugelassen, nur Fürth, Bochum, Hertha BSC und Stuttgart sind defensiv schwächer. Also nahm Hummels die Partie zum Anlass für grundsätzliche Überlegungen: „Der eine Unterschied zwischen dem FC Bayern und uns ist, dass bei Bayern elf Spieler über 90 Minuten scharf bleiben.“ Der BVB leide hingegen seit Jahren unter einer Neigung zur Nachlässigkeit.

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Irgendwie hatten die Dortmunder sich nach ihrer Führung zu sicher gefühlt, statt schlau zu agieren, drosselten sie den Energieeinsatz. In der Folge traf Max Kruse per Foulelfmeter für Union (Witsel an Behrens, 58.), bevor Andreas Voglsammer nach einem Eckball das 3:2 köpfte (81.). Aber der BVB hat ja noch Erling Haaland, der zwei Minuten nach dem zweiten Berliner Treffer wieder einmal ein ganz besonderes Tor schoss: per Lupfer im Fallen über den weit vor seinem Tor postierten Berliner Torhüter Andreas Luthe. Dieses 4:2 verzückte den Trainer Marco Rose, „das ist Wille, das ist Qualität, das ist Technik, das ist Auge, das ist alles was Erling auszeichnet“, sagte er.

Die Phase, in der das Fußballspiel zu kippen drohte, trübte diese Freude allerdings. Nach Treffern von Raphael Guerreiro (10.), Haaland (24.) und einem Eigentor des Berliners Marvin Friedrich (52.) hatte Rose schließlich die Hoffnung gehabt, eine souveräne Schlussphase mit seiner Mannschaft erleben zu können. Doch nur auf ihre offensive Wucht ist wirklich Verlass.

Quelle: F.A.Z.
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