BVB nach Haaland-Transfer

„Wir haben auch einen Lewandowski ersetzt“

13.05.2022
, 10:16
Das waren noch Zeiten: Robert Lewandowski im Trikot von Borussia Dortmund
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Nach dem Transfer von Erling Haaland zu Manchester City sucht Borussia Dortmund Ersatz im Sturm. Ein anderer BVB-Spieler beendet seine Karriere. Zudem steht ein weiterer Abgang nun fest.
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Sebastian Kehl, designierter Nachfolger des scheidenden Sportdirektors Michael Zorc beim Fußball-Bundesligaverein Borussia Dortmund, sieht dem Abschied des norwegischen Toptorjägers Erling Haaland gelassen entgegen. Es werde zwar schwer, Haaland zu ersetzen, weil „wir diese Qualität auf diesem Niveau nun mal auch nicht einkaufen können“, sagte Kehl beim TV-Sender „Sky“: „Aber wir haben es immer wieder geschafft gute Lösungen zu finden in der Vergangenheit, auch einen Robert Lewandowski zu ersetzen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das im Sommer auch hinbekommen.“

Bundesliga

Mit der Verpflichtung von Nationalspieler Karim Adeyemi sind Dortmunds Personalplanungen noch nicht abgeschlossen, das bestätigte Kehl bei Sky. Adeyemi sei „mit seinen Qualitäten einer, der uns deutlich bereichern wird. Aber die Wucht und die Körperlichkeit, die wir durch Erling Haaland verlieren werden – da machen wir uns gerade Gedanken, ob wir das auch auf einem anderen Weg kompensieren können.“

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Der 21 Jahre alte Haaland war im Januar 2020 aus Salzburg zum BVB gekommen und wechselt nun zu Manchester City. In seiner ersten Saison in Dortmund erzielte er 41 Tore in 41 Pflichtspielen und wurde bester Torschütze der Champions League. Beim BVB hatte er für viereinhalb Jahre bis Mitte 2024 unterschrieben.

Dortmunds Urgestein Marcel Schmelzer beendet dagegen seine Fußball-Karriere. Der ehemalige Nationalspieler wird nach dieser Saison aufhören, wie der 34-Jährige am Donnerstag in einem Video bei Instagram mitteilte. „Leider haben mich in den letzten zwei Jahren immer wieder Verletzungen zurückgeworfen. In diesem Zusammenhang möchte ich mich beim BVB bedanken, dass ich meine Reha hier wieder absolvieren durfte. Ich weiß noch nicht, was kommt. Aber ich freue mich auf die Herausforderungen“, sagte Schmelzer, der am Samstag beim Saisonfinale gegen Hertha BSC (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) verabschiedet wird.

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Schmelzer war 2005 aus der Jugend des 1. FC Magdeburg in die U-19-Mannschaft der Dortmunder gewechselt. Der Innenverteidiger bestritt 367 Pflichtspiele für die Borussen und wurde mit dem BVB seit 2008 zweimal deutscher Meister und dreimal Pokalsieger. 2009 gewann er mit der U-21-Nationalmannschaft EM-Gold. Im November 2010 debütierte er in der deutschen Nationalmannschaft, für die er insgesamt 16 Länderspiele bestritt. Das letzte Mal für den BVB war Schmelzer am 17. Juni 2020 aufgelaufen.

© Eurosport

Der BVB hatte in der vergangenen Saison Schmelzers auslaufenden Vertrag verlängert, damit der ehemalige Kapitän seine Reha nach einer schweren Knieverletzung im gewohnten Umfeld fortsetzen konnte. Ein letztes Mal auflaufen kann Schmelzer für seinen Klub aber nicht.

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„Er ist seit gefühlt vier Monaten nicht mehr im Mannschaftstraining, das hat auch ein paar versicherungsrelevante Themen“, erklärte Trainer Marco Rose. „So sehr ich es mir und den Fans wünschen würde, manches ist einfach nicht umsetzbar, und das ist bei Schmelzer so. Er wird im Stadion sein – und das hoffentlich nicht zum letzten Mal. Es wird sicher ganz speziell werden.“

Dan-Axel Zagadou verlässt den BVB nach dem Saisonende. Der auslaufende Vertrag des 22 Jahre alten Franzosen wird nicht verlängert, wie der kommende BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl den „Ruhrnachrichten“ bestätigte. „Wir haben ein sehr offenes Gespräch miteinander geführt und sind zu der Entscheidung gekommen, seinen Vertrag nicht zu verlängern“, sagte Kehl.

Abwehrspieler Zagadou war 2017 von Paris Saint-Germain gekommen, hatte aber immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Im Herbst 2020 hatte er einen Außenbandriss, Anfang 2021 einen Muskelfaserriss, im darauffolgenden Herbst folgte eine Knie-Operation. Anfang 2022 erlitt er abermals Muskelfaserriss, weshalb er den Westfalen bis April nicht zur Verfügung stand. Die letzten fünf Ligaspiele hat Zagadou aber alle bestritten, dennoch kommt es nun zur Trennung.

In der Innenverteidigung hat sich der BVB mit Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) und Niklas Süle (FC Bayern München) für die kommende Saison prominent verstärkt.

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Der Klub geht zuvor trotz der bereits gesicherten zweiten Platzes ambitioniert in sein letztes Saisonspiel gegen Hertha. „Es wird keine Geschenke in irgendeiner Form geben. In der Bundesliga geht es noch um Plätze“, sagte Coach Rose vor dem Duell mit dem vom Abstieg bedrohten Tabellenfünfzehnten aus Berlin. Bei einer Niederlage in Dortmund und einem Sieg der drei Zähler schlechteren Stuttgarter gegen Köln müsste das Team von Trainer Felix Magath aufgrund der schlechteren Tordifferenz in die Relegation.

Rose erwartet von seinen Profis eine „gute und konzentrierte Leistung. Es ist natürlich noch mal wichtig, ein Zeichen zu setzen und alles rauszufeuern. Wir wollen unser letztes Heimspiel gewinnen.“ Dass vor dem Anpfiff verdiente Dortmunder wie Sportdirektor Zorc oder Schmelzer verabschiedet werden, soll die Konzentration seines Teams nicht stören.

„Diese Abschiede werden speziell. Aber in erster Linie ist es ein Punktspiel – und zwar kein unwichtiges“, sagte Rose. Obwohl die Rekonvaleszenten Mateu Morey, Thomas Meunier und Mahmoud Dahoud in dieser Woche in das Teamtraining zurückkehrten, sind sie keine Option für den Kader.

Quelle: tora./dpa
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