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Borussia Dortmund

Watzke kritisiert Ribéry nach Goldsteak-Eklat

 - 14:25

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Bayern-Profi Franck Ribéry für dessen Aussagen nach dem Goldsteak-Vorfall kritisiert. „Letztlich muss jeder Mensch selbst wissen, was er isst“, sagte der 59-Jährige in einem Interview der „Bild“-Zeitung und ergänzte: „Die Wortwahl, die hier gewählt wurde, kann natürlich niemandem gefallen. Da gibt es ja keine zwei Meinungen. Mehr möchte ich dazu aber auch nicht sagen. Das ist die Angelegenheit des FC Bayern.“ Der Profi des deutschen Fußball-Rekordmeisters hatte zuletzt in den sozialen Netzwerken Fans und Medien beleidigt, die ihn wiederum für ein Video kritisiert hatten, in dem er mit einem goldverzierten Steak zu sehen war. Der FC Bayern hatte den Franzosen dafür mit einer Geldstrafe belegt.

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Watzke ruft die Profivereine derweil zu besserer Förderung deutscher Fußball-Talente auf. „Ich halte es für die größte sportliche Herausforderung, unser gesamtes Jugendkonzept auf den Prüfstand zu stellen“, sagte Watzke im „Bild“-Interview. Der Fußball sei „in der deutschen Talentförderung ein wenig vom guten Weg abgekommen. Ich habe momentan nicht das Gefühl, dass wir hier richtig gut aufgestellt sind“, sagte Watzke. „Gerade bei den 16- bis 20-Jährigen habe ich den Eindruck, dass wir ein bisschen schwächer geworden sind.“ Dies führe dazu, dass die Vereine immer jüngere Spieler aus dem Ausland holen. Watzke nannte das BVB-Beispiel Jadon Sancho. Der Außenstürmer war im Sommer 2017 mit 17 von Manchester City nach Dortmund gekommen. In der Hinrunde 2018/19 erzielte er sechs Tore selbst und bereitete acht weitere vor.

Watzke sieht Herbstmeister Dortmund trotz des komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprungs nicht als ersten Anwärter auf den Meistertitel. „Favorit ist immer der FC Bayern. Da lasse ich mir nichts anderes einreden“, sagte in dieser Woche in Marbella der Deutschen Presse-Agentur. Obwohl der BVB in diversen Umfragen zum Verlauf des Titelrennens vorn liegt, sieht er die Münchner im Vorteil: „Wer sich wirtschaftlich in solchen Größenordnungen bewegt, der muss auch damit leben, immer die Favoritenrolle zu haben.“

Nach langer Dominanz der Bayern mit zuletzt sechs Meistertiteln in Serie ist Watzke aber zuversichtlich, dass es an der Tabellenspitze in der am 18. Januar beginnenden Rückrunde nicht mehr so langweilig zugeht. „Für uns ist es viel wichtiger, dass wir Fußball-Deutschland gezeigt haben, dass man wieder mit uns rechnen muss. Dass wir der Liga Spannung zurückgegeben haben“, kommentierte Watzke. „In den vergangenen Jahren war ja im Prinzip Weihnachten schon klar, wer Deutscher Meister wird. Das hat eine gewisse Lähmungserscheinung ausgelöst.“

Die überraschend positive Entwicklung der Mannschaft, die in der Hinrunde nur ein Spiel verlor und die Tabelle mit 42 Punkten vor dem FC Bayern (36) und Borussia Mönchengladbach (33) anführt, sei „Segen und Fluch zugleich“. „Weil wir diese Entwicklung viel schneller durchlaufen haben, als wir uns das vorgestellt haben“, sagte Watzke. „Das führt dazu, dass die Erwartungshaltung sehr groß ist. Und dazu, dass wir jetzt sehen müssen, dass wir diese Erwartungshaltung in dieser Struktur, die ja noch jung und fragil ist, auch erfüllen können. Da sind wir ein bisschen die Getriebenen unseres schnellen Erfolgs.“

Probleme wie in der vorigen Saison, als es dem BVB-Team nach starkem Saisonstart häufig an Mentalität mangelte, erwartet der BVB-Chef jedoch nicht: „Das passiert aktuell nicht mehr. Wir werden nicht total einbrechen. Ob wir aber noch einmal 42 Punkte holen, wie in der Hinrunde, das müssen wir sehen.“ Die jüngsten Ankündigungen aus München, den BVB jagen zu wollen, bereiten Watzke nach eigenem Bekunden kein Kopfzerbrechen: „Was sollen sie denn machen? Sollen sie sagen, dass sie nicht Meister werden wollen? Es ist völlig normal, dass sie Druck auf uns aufbauen wollen.“ Gleichwohl rechnet der BVB-Geschäftsführer in der Rückrunde mit einem „sehr starken FC Bayern. Ob es dann zu alter Stärke reicht, das weiß ich nicht.“

Die Sorge, dass die finanzstärkeren Münchner erneut den Kader der Borussia durch das Abwerben von Leistungsträgern schwächen könnten, ist bei Watzke gering: „Man kann nichts ausschließen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist niedriger geworden. Wir können uns heute viel besser wehren als noch 2011 oder 2012.“ In den vergangenen Jahren waren Leistungsträger wie Robert Lewandowski, Mats Hummels und der inzwischen wieder zurückgekehrte Mario Götze vom BVB zum Rekordmeister gewechselt.

Quelle: tora./sid/dpa
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