FAZ plus ArtikelAttentat auf Borussia Dortmund

„Dann hätte es Tote im Bus gegeben ...“

Von Michael Horeni und Hans-Joachim Watzke
Aktualisiert am 08.10.2019
 - 15:41
Spürt die Gewalt der Explosion „heute noch ganz genau“: Fahrer Christian Schulzzur Bildergalerie
Ein Bombenanschlag erschütterte Borussia Dortmund im April 2017. Ein Vorabdruck aus dem Buch „Echte Liebe – Ein Leben mit dem BVB“ zeigt das Attentat aus der Perspektive des Busfahrers Christian Schulz.

Eine Stunde bevor die Mannschaft ins Stadion fährt, erreicht Christian Schulz das Hotel l’Arrivée. Es ist Mittwoch, circa 17.45 Uhr, am 11. April 2017. Er hat das Team morgens schon vom Hotel zum Trainingsgelände nach Dortmund-Brackel gefahren, wo der BVB kurz trainiert. Anschwitzen, für das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gegen die AS Monaco. Nach der Trainingstour muss Schulz noch mal zurück zum Trainingsgelände, um die Fußballschuhe und die Schienbeinschoner direkt ins Stadion zu fahren. Champions-League-Spieltage sind für Schulz immer ein ziemliches Rumgegurke durch Dortmund.

Bevor Schulz, Spitzname „Schulle“, ein letztes Mal zurück ins Hotel fährt, trinkt er einen Kaffee im Trainingszentrum. Dann geht er durch den Bus, kontrolliert, ob ein Spieler was vergessen hat, und füllt die Getränke auf. Normalerweise ist Schulz eine Stunde vor der Abfahrt wieder im Hotel. An diesem Tag sind es anderthalb Stunden. Champions-League-Abende sind auch für ihn etwas Besonderes. Er spürt ein Kribbeln: „Ich bin ja selbst Fan.“

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Quelle: F.A.Z.
Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Korrespondent für Sport in Berlin.
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