FAZ plus ArtikelEintracht-Vorstand Hellmann

„Die Super-League-Attacke kann etwas sehr Gutes gewesen sein“

Von Peter Heß
23.04.2021
, 20:35
Erwartet von den Super-League-Abtrünnigen einen „Gang nach Canossa“: Eintracht-Vorstand Axel Hellmann
Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Frankfurter Eintracht, fordert Sanktionen gegen die Abtrünnigen, einen „salary cap“ und eine Stärkung des Financial Fairplay – sonst drohe in fünf Jahren wieder die Super League.

Wird über die Erleichterung, die Super League abgewendet zu haben, vergessen, dass der Fußball allein durch die Reform der Champions League schon eine verheerende Niederlage erlitten hat?

Die Reform der europäischen Klubwettbewerbe ist ein sehr umstrittenes Thema, bei der Bewertung gibt es verschiedene Perspektiven. Eine ist die der Bundesliga und anderer großen Ligen, mit starken, gewachsenen nationalen Verbänden, die mit der Vermarktung ihrer Liga hohe Erlöse erzielen. Europa besteht aber auch aus kleineren Ligen, die nicht so kapitalstark im Binnenmarkt sind, dass sich die Spitzenvereine ausreichend für einen erfolgversprechenden Auftritt in den Europapokalen ausstatten könnten. Aus deren Sicht kann ich verstehen, dass es den Wunsch nach einer Reform gegeben hat. Wir müssen aufpassen, dass wir die deutschen Verhältnisse nicht als Standard ansehen und die Sorgen und Nöte der anderen vergessen und damit unseren Spielraum zu Kompromissen auf europäischer Ebene einschränken.

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Peter Heß - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Heß
Sportredakteur.
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