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FAZ plus ArtikelMünchner Krisensymptome

Der FC Bayern und die Alarmsignale

Von Roland Zorn, Mönchengladbach
Aktualisiert am 08.12.2019
 - 14:56
Am Boden: Robert Lewandowski hat die Torschusspanik.
Nach den ersten Spielen unter Hansi Flick sah in München alles so gut aus. Zwei Niederlagen später schwant den Bayern Böses. Denn es gibt einige Anzeichen dafür, dass sie sich ernsthaft Sorgen machen müssen.

Sie zeigten sich von ihrer freundlichsten Seite und traten gönnerhaft wie bei einer Weihnachtsbescherung auf. Der FC Bayern München, zuletzt sieben Mal nacheinander deutscher Fußballmeister, tat Borussia Mönchengladbach bei seinem unfreiwilligen Goodwill-Abstecher in den Borussia-Park nie so weh, dass es den Tabellenführer der Bundesliga nachhaltig geschmerzt hätte. 14:1 pro Bayern lautete die Torschussstatistik der ersten Halbzeit, aber 0:0 das Pausenergebnis. Ein Zwischenresultat, das die immer wieder davongekommenen Gladbacher als generöse Einladung begreifen mussten, es in der zweiten Hälfte besser zu machen.

Ursächlich für den 2:1-Sieg der Gladbacher aber war diesmal nicht wie so oft die mit sechs erstklassigen Angreifern besetzte Abteilung Attacke, sondern ein im Sommer dazugekommener Außenverteidiger: der algerische Afrikameister Ramy Bensebaini, der die Münchner 1:0-Führung durch Perisics Drehschuss (49. Minute) zuerst per Kopfball egalisierte (60.) und schließlich das Tor zum vollen Erfolg öffnete, als er mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit (90.+2) Nationaltorhüter Manuel Neuer bezwang und einen Gladbacher Jubelsturm auslöste. Verursacher Martínez, der Thuram zu Fall gebracht hatte, wurde per Gelb-Roter Karte des Feldes verwiesen.

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