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FC-Bayern-Profi Müller hadert

„Der aktuelle Trend macht mich nicht glücklich“

 - 16:07
Unzufrieden mit der derzeitigen Situation: Thomas Müller

Bayern-Star Thomas Müller will sich nach einem Gespräch mit Trainer Niko Kovac alle Optionen für die Zukunft offen halten. „Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig“, sagte der Münchner Fußball-Profi in einem „Kicker“-Interview am Mittwoch. „Ein Trainer muss vor jedem Spiel schwierige Entscheidungen treffen. In den vergangenen fünf Spielen war allerdings ein Trend zu erkennen, der mich nicht glücklich macht.“

Fünfmal nacheinander hatte Müller zuletzt bei Spielbeginn auf der Bank gesessen. Nach der Aussage von Kovac, dass Müller bei „Not am Mann“ seine Spiele bekommen werde, gab es ein Gespräch zwischen Trainer und Spieler. „Als ich nach dem Spiel mit der Aussage konfrontiert wurde, war ich natürlich überrascht. Aber ich bin bei so etwas nicht so empfindlich. Es gab mit dem Trainer bereits ein Vieraugengespräch. Damit ist die Geschichte für mich ausgeräumt“, sagte Müller.

Entwicklung „so nicht erwartet“

Doch der Frust ist groß beim Münchner Dauerbrenner, unter Trainer Niko Kovac nur noch zweite Wahl zu sein. Nach der Verpflichtung des Brasilianers Philippe Coutinho verlor der mit Titeln hochdekorierte Müller seinen Stammplatz. Nach seiner Ausbootung in der Nationalmannschaft im Frühjahr ist die aktuelle Lage für den umtriebigen Offensivspieler, der mit den Bayern 2013 das Triple und insgesamt achtmal die Meisterschaft gewann, der zweite schmerzhafte Schlag. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis Sommer 2021. Gespräche über eine Verlängerung gab es bisher nicht.

Die derzeitige Entwicklung habe er „so nicht erwartet“, zumal Müller sich weiter als konkurrenzfähig im Bayern-Starensemble betrachtet. „Ich bin gerade erst 30 Jahre alt geworden, topfit und hungrig auf Erfolge – mit dem Verein, aber auch persönlich. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann“, sagte er.

Lange deutete vieles darauf hin, dass Müller seine Karriere in München beendet. Als Manchester United ihn 2015 auf die Insel locken wollte und für damalige Verhältnisse „unmoralische 100 Millionen“ (Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge) bot, lehnten die Bayern rigoros ab und verlängerten stattdessen den Kontrakt bis Sommer 2021. Der 100-malige Nationalspieler galt als unangefochten.

Die Gegenwart sieht für Müller, der als Vize-Kapitän im Mannschaftsrat sitzt und zu den Top-Verdienern (rund 15 Millionen) gehört, allerdings nicht ganz so erbaulich aus. Bisher stehen gerade einmal 450 Pflichtspielminuten in der Saison-Bilanz mit einem Tor und vier Vorlagen. Der schon legendäre Satz seines ehemaligen Trainers Louis van Gaal, „Müller spielt immer“, hat längst keine Gültigkeit mehr.

Quelle: jaeh./dpa/sid
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