Debakel in Freiburg

Schalke 0:4

17.04.2021
, 17:29
Auch im Breisgau kommen die Königsblauen kräftig unter die Räder: Gegen den SC Freiburg hat Schalke keine Chance. Der sichere Abstieg in die zweite Liga steht nun ganz dicht bevor.

Die zarten Hoffnungen des FC Schalke 04 auf eine mögliche Wende im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga haben einen herben Dämpfer erhalten. Der abgeschlagene Tabellenletzte verlor am Samstag auch in der Höhe verdient mit 0:4 (0:2) beim SC Freiburg und ist vor dem drohenden Absturz in die zweite Liga kaum noch zu retten. Lucas Höler (7. Minute), Roland Sallai (22./Foulelfmeter) und Christian Günter (50./74.) trafen für die Breisgauer. „Die Niederlage ist total verdient“, gab Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis nach der Partie zu: „Der SC war in vielen Belangen die klar bessere Mannschaft. So wie wir uns präsentiert haben als Mannschaft, das ist enttäuschend.“

Bundesliga

Die Gelsenkirchener, die gegen den FC Augsburg (1:0) vorige Woche ihren ersten Sieg seit mehr als drei Monaten bejubelt hatten, liegen weiter satte 13 Punkte hinter dem Relegationsplatz 16 – und das bei nur noch fünf ausstehenden Spielen. Die Freiburger, die vier ihrer vorangegangenen fünf Partien verloren hatten, wahrten indes zumindest ihre kleine Chance auf eine Europapokalteilnahme.

Vom Anpfiff weg waren die Gastgeber vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne darum bemüht, das kleine bisschen Hoffnung, das die Schalker aus der Vorwoche mitgenommen hatten, wieder einzudämmen – und es gelang ihnen. Die Badener dominierten und ließen in der ersten Hälfte nicht einen Schalker Torschuss zu. Bei ihren Treffern profitierten sie aber auch von den Fehlern der Gäste.

So ging dem frühen 1:0 ein miserabler Klärungsversuch von Schalkes Verteidiger Benjamin Stambouli voraus. Baptiste Santamaria nutzte den Platz auf der rechten Seite und gab den Ball scharf nach innen, am zweiten Pfosten versenkte Höler. Rund eine Viertelstunde später fuhr die Sturmhoffnung der Königsblauen, Klaas-Jan Huntelaar, im eigenen Strafraum gegen Sallai den Arm aus. Schiedsrichter Tobias Reichel sah sich die Szene nach einem Hinweis des Video-Assistenten noch einmal an und entschied auf Elfmeter – Sallai traf flach und mittig zum 2:0.

Spiel ist früh entschieden

Nach weiteren Chancen durch Freiburgs ungarischen Top-Torschützen (8 Saisontreffer) und Ermedin Demirovic waren die offensiv extrem schwachen Schalker zumindest einmal vorne zu finden. Ein Dribbling von Amine Harit wurde wegen eines weiteren Fouls von Huntelaar vom Unparteiischen aber unterbrochen (35.).

Mit dem 3:0 kurz nach der Pause war die einseitige Partie dann auch schon entschieden. Nach einem Ballverlust des Schalkers Suat Serdar bediente Sallai Günter – und der Kapitän schoss ins rechte untere Eck ein. Es war bereits das 74. Gegentor für die Schalker in dieser Saison. Nummer 75 verhinderte Keeper Ralf Fährmann zunächst noch knapp, als er einen Freistoß von Jonathan Schmid über die Latte lenkte (55.). Bei einem weiteren Schuss von Günter war der Torhüter dann aber machtlos. Aus gut 20 Metern jagte Freiburgs Verteidiger den Ball hoch ins rechte Eck und erzielte so seinen zweiten Treffer.

Schalke, das auswärts seit 25 Liga-Spielen sieglos ist, blieb auch in der zweiten Halbzeit weitgehend harmlos. Die beste Gelegenheit hatte Huntelaar, der fünf Minuten vor Schluss an Freiburgs Schlussmann Florian Müller hängen blieb. Es war bereits die 20. Saisonniederlage für die Königsblauen. Einzig in der Spielzeit 1982/83 kassierten sie schon einmal so viele – und stiegen am Ende ab.

Quelle: dpa
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