Darmstadt in zweiter Liga

„35 Punkte reichen nicht“

Von Jörg Daniels
16.04.2021
, 07:43
Im Kampf gegen den Abstieg steht Darmstadt 98 vor einem schweren Zweitliga-Restprogramm, das es „einfach in sich hat“. Dennoch ist Trainer Markus Anfang zuversichtlich.

Würde sich Darmstadt 98 in der zweiten Liga aktuell im Aufstiegskampf befinden, wären die „Lilien“ auf Kurs in Richtung Fußball-Bundesliga. Diese Rechnung machte ihr Trainer Markus Anfang vor dem Heimspiel an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga und bei Sky) gegen den Tabellendritten Greuther Fürth auf.

2. Bundesliga

Seine Mannschaft habe aus den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte geholt, sagte der 46-Jährige mit Stolz in der Stimme. „Das ist ein Zweierschnitt. Damit steigst du in der Regel sogar auf.“ In der Realität ist ihr 29. Saisonspiel aber kein Spitzenspiel für die Südhessen, weil diese nur Platz zwölf einnehmen – mit 15 Punkten Rückstand auf die Fürther, die zudem eine Begegnung weniger ausgetragen haben.

Für die Darmstädter steht im Saisonendspurt Kampf gegen den Abstieg auf der Tagesordnung. Und dafür kommt ihr Punktehamstern wie mit dem 2:1 beim Aufstiegsanwärter Hamburger SV gerade richtig. Durch das 1:0 der Regensburger am Mittwoch in Osnabrück beträgt der Vorsprung der „Lilien“ vor dem auf dem Relegationsrang 16 liegenden VfL weiter neun Punkte. „Wir sind nach wie vor nicht gerettet. Wir wissen, dass 35 Punkte nicht reichen werden“, sagte Anfang.

Zu den weiteren „Lilien“-Gegnern gehören noch Tabellenführer Bochum – diese Partie wurde vom 24. auf den 26. April (20.30 Uhr) verlegt –, der momentane Vierte Holstein Kiel, der Fünfte Heidenheim und der Elfte Hannover 96. Ein „Hammerprogramm“, das es für Anfang „einfach in sich hat. Wir haben noch schwere Brocken vor der Brust“, sagte er. „Wir sind aber auch in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen.“

„Haben trotzdem gewonnen“

Nach dem HSV jetzt Greuther Fürth? Werden die „Lilien“ abermals zum Favoritenschreck? Schon im Hinspiel in Fürth übten sie beim 4:0 ihre Außenseiterrolle mit Bravour aus. „Am Ende ist das Ergebnis wohl etwas zu hoch gewesen“, sagte Anfang im Rückblick. An diesem Freitag erwartet er eine Fürther Mannschaft, die „die Initiative ergreifen“ werde.

„Fürth muss gewinnen, wenn sie aufsteigen wollen. Ob wir viel in den Ballbesitz reinkommen, wird sich zeigen.“ Und wenn nicht? Auch kein Problem für den SVD: „Im Hinspiel hatten wir auch nicht so viel Ballbesitz. Wir haben trotzdem zu null gespielt und gewonnen“, sagte Anfang.

Quelle: F.A.Z.
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