FAZ plus ArtikelProbleme des Hamburger SV

Ohne Leistungskultur und Mut

EIN KOMMENTAR Von Frank Heike
04.05.2021
, 08:30
Der HSV steht kurz davor, zum dritten Mal in Serie Vierter zu werden. Jetzt soll es Horst Hrubesch richten. Der stetige Leistungsabfall im letzten Saisondrittel hat allerdings Gründe, die fernab von Glück und Pech liegen.

Ein HSV-Anhänger aus Aurich hat vor Jahren einen Spruch eingebracht, der die fehlende Leistungskultur beim Hamburger SV beschreibt: „Wenn man die aktuelle Mannschaft des FC Bayern in HSV-Trikots steckt, wird sie Vierter in der zweiten Liga.“ Sarkasmus hilft, um es als Fan des HSV auszuhalten. Kurz vor dem „Trottel-Triple“ stehend, haben die Hamburger am Montag Trainer Daniel Thioune entlassen. Horst Hrubesch übernimmt.

In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts schaffte es Hessen Kassel, dreimal nacheinander Vierter der Zweiten Bundesliga zu werden. Nach nur zwei Siegen in den vergangenen zwölf Spielen steht der HSV kurz davor, dies zu wiederholen. Das hat Gründe, die fernab von Glück und Pech, Tor oder Latte liegen. Dem Verein fehle es an Leistungskultur und Mut, hat Vorstandschef Jonas Boldt geurteilt: „Dieser Zustand ist über Jahre gewachsen.“ Er ist seit zwei Jahren dabei und hat nun seinen Wunschtrainer entlassen.

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