Münchner Probleme

Bayern-Trainer Flick erklärt seinen Notruf

Aktualisiert am 11.01.2020
 - 11:20
„Ich habe meine Meinung ehrlich und fachlich begründet“: Hansi Flick
Der Trainer fordert öffentlich Transfers, der Sportdirektor ist verstimmt: Beim FC Bayern brodelt es vor dem Start der Rückrunde. Nun meldet sich Hansi Flick nochmal zu Wort – und verteidigt seine Aussagen.

Hansi Flick hat seine öffentlich vorgetragene Transfer-Forderung beim FC Bayern München als angemessen verteidigt. „Ich habe meine Meinung ehrlich und fachlich begründet. Mir geht es immer um den Verein“, sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters nach dem Trainingslager des deutschen Fußball-Meisters. „Die Dinge sind der Situation geschuldet. Mir geht es immer um die ganze Sache“, betonte der 54 Jahre alte Flick. Auf der Wunschliste des Trainers steht möglichst ein rechter Außenverteidiger sowie ein Außenstürmer.

Bundesliga

Flick fehlten in Qatar mehrere verletzte Akteure. Auch zum Bundesliga-Rückrundenstart in einer Woche gegen Hertha BSC wird die Ausfallliste des Tabellendritten lang sein. „Wir haben alle hohe Ziele. Wir müssen letztendlich eine Basis dafür schaffen. Die Verletzungssituation ist nicht berauschend“, sagte Flick zu seiner Forderung nach der Verpflichtung von mindestens zwei Spielern. „Deswegen ist eine Winterperiode da, um Dinge vielleicht ein bisschen zu regulieren. Es war mein Anliegen, das zu äußern.“

Der Vorstoß via Medien kam jedoch bei Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht gut an. Dieser reagierte im Trainingslager, aus dem der Bayern-Tross am Freitagabend zurückkehrte, verstimmt. „Das will ich nicht kommentieren und auch nicht interpretieren“, äußerte Flick auf dem Rückflug aus Doha nach Nürnberg, wo die Münchner an diesem Samstag (15.30 Uhr bei Magenta Sport) ein Testspiel gegen den Zweitligaverein 1. FC Nürnberg bestreiten.

Hoch über den Wolken zog Flick nach einer schweißtreibenden Trainingswoche in Qatar dennoch ein positives Fazit. „Für mich war es ein sehr gutes, sehr gelungenes Trainingslager mit sehr intensiven Tagen“, sagte der Trainer des FC Bayern auf dem fast sechsstündigen Flug nach Nürnberg und hielt dabei entspannt eine Kaffeetasse in der Hand. „Die Mannschaft hat hervorragend mitgezogen, die Intensität war sehr hoch.“

Die Bayern müssen beim Start in die zweite Saisonhälfte auf jeden Fall auf die verletzten Abwehrspieler Niklas Süle, Javi Martínez und Lucas Hernández sowie die nicht fitten Außenangreifer Kingsley Coman und Serge Gnabry verzichten. Zudem muss Flick in Berlin ohne den gesperrten Nationalspieler Joshua Kimmich auskommen.

Philippe Coutinho traut den Bayern unterdessen den ganz großen Wurf in der Champions League zu. „Wir wollen unser Bestes geben, die nächste Runde überstehen und am Ende die Champions League natürlich auch gewinnen. Ich denke, wir haben die Qualität dazu", sagte der Brasilianer der Abendzeitung (Wochenendausgabe).

Lobende Worte findet der Offensivspieler für Trainer Hansi Flick. „Flick trägt seinen Teil dazu bei, dass wir so eine gute Stimmung haben. Und wenn man Spaß hat, ist es viel leichter, seinen Job zu erledigen – im Training und in den Spielen“, sagte Coutinho und fügte an: „Flick macht seine Sache wirklich hervorragend, er hat das Potential, noch länger Bayern-Trainer zu sein, auch über den Sommer hinaus. Wirklich jeder Spieler von uns ist glücklich mit ihm, also warum nicht? Aber diese Entscheidung trifft selbstverständlich die Klubspitze.“

Quelle: tora./dpa/sid
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