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Bundesliga-Titelkampf

Das neue Glück des Hansi Flick beim FC Bayern

Aktualisiert am 16.02.2020
 - 10:43
Optimistisch vor den wichtigen Wochen für den FC Bayern: Trainer Hansi Flick
Die Münchner haben im Titelkampf der Bundesliga harte Konkurrenz. Dazu stehen in der Champions League und im DFB-Pokal knifflige Duelle bevor. Die Laune bei Hansi Flick ist dennoch prächtig. Das hat einen guten Grund.

Die Rückkehr der leidgeprüften Franzosen macht Hansi Flick glücklich. „Wir sind froh und wirklich happy, dass es bei beiden schnell gegangen ist und es beide im Training richtig gut machen“, sagte der Trainer des FC Bayern München. Die monatelangen Zwangspausen von Rekordeinkauf Lucas Hernández und Kingsley Coman sind endlich vorbei, die Comebacks beim 0:0 gegen Leipzig machen Hoffnung für einen wohl wegweisenden Münchner Fußball-Monat. Hernández durfte sich beim Freitagstraining auch noch über ein Geburtstagsständchen seiner Teamkollegen freuen.

Bundesliga

Neun Spiele stehen in fünf Wochen für den deutschen Rekordmeister an, darunter das Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Chelsea und das Viertelfinale im DFB-Pokal gegen den FC Schalke. In den K.o.-Duellen möchte Flick wie in der Liga weitere Argumente für eine Verlängerung seines Bayern-Engagements über den Sommer hinaus sammeln. „Wenn die Englischen Wochen beginnen, dann müssen alle möglichst bei 100 Prozent sein. Und da sind wir gerade dran, dass wir das hinbekommen“, sagte Flick vor der Partie an diesem Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) gegen den 1. FC Köln.

Hinter dem 24 Jahre alten Hernández liegt ein schwieriges Jahr. Der zu dieser Saison für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichte Münchner Rekordspieler kam nach einer langwierigen Knieverletzung in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres und wegen der anschließenden Fußverletzung in der Hinrunde nur auf neun Pflichtspieleinsätze. Drei Monate musste er pausieren. Coman wurde in seinen viereinhalb Jahren beim FC Bayern immer wieder durch Verletzungen gestoppt. Der 23-Jährige ist nach zwei Monaten Zwangspause zurück.

„Das sind wichtige Jungs, die uns nicht fehlen dürfen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Lucas war gut. Ich bin froh, dass er wieder mitmachen kann. Er muss fit werden und braucht Spielpraxis. Genau wie King und Serge (Gnabry). Wir brauchen sie in den Top-Wochen in Top-Form“, sagte Salihamidzic. Nationalspieler Gnabry arbeitet nach Problemen an der Achillessehne noch an Topfitness und Form. Außenspieler wie Gnabry und Coman sind für das Münchner System eminent wichtig, zumal Ivan Perisic nach einem Knöchelbruch fehlt. „King ist für diese Mannschaft so wichtig“, sagte Salihamidzic: „Er muss jetzt arbeiten. Das ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann. Er weiß, um was es geht und dass er schnell in Top-Form kommen muss.“

Flick ließ offen, wie lange die beiden Franzosen im Spiel gegen seinen früheren Klub Köln zum Einsatz kommen. „Ob es für 90 Minuten reicht, wissen wir noch nicht hundertprozentig. Aber klar ist, dass die Spieler Spielpraxis brauchen. Wie wir das Ganze händeln, ob sie von Anfang an spielen oder erst später reinkommen, werden wir alles noch besprechen“, sagte der 54-Jährige. Auf die Rückkehr von Javi Martínez nach dessen Muskelbündelriss muss der Bayern-Coach noch etwas warten, auf Niklas Süle nach dessen im Oktober erlittenen Kreuzbandriss sowieso. Der Innenverteidiger signalisierte aber zuletzt, dass er in Kürze wieder mit dem Lauftraining beginnen will.

Am Valentinstag führte Flick gerne seine Gedanken zur aktuellen Harmonie beim FC Bayern aus. Das Team um einen herum, die passende Kommunikation, eine gute Atmosphäre und ein offener Dialog seien wichtig, sagte Trainer. Aber gerade beim deutschen Rekordmeister eben auch die Erfolge. „So lange du genug gewinnst, ist eh alles in Ordnung. Deswegen hoffe ich, dass wir nicht das andere erleben“, sagte Flick. Im Fernduell um die Bundesliga-Spitze gewannen die Konkurrenzen bisher an diesem Spieltag allesamt. Leipzig steht derzeit mit 45 Punkten vor den Bayern (43), die mit einem Sieg in Köln wieder vorne wären. Dahinter lauern Dortmund (42), Gladbach (42, aber ein Spiel weniger) und Leverkusen (40).

„Wir schauen auf uns. Das Wichtigste ist, dass wir unsere Spiele gewinnen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Ich schaue jetzt noch nicht auf die Tabelle.“ Personell haben die Bayern nicht nur durch Hernandez‘ und Comans Rückkehr keine Sorgen. Nach kurzer Trainingspause trainierte Kapitän Manuel Neuer (Magen-Darm-Infekt) am Freitag wieder. „Alle Wehwehchen vorbei“, vermeldete Flick. Joshua Kimmich (Erkältung) und Alphonso Davies (Sprunggelenksprobleme) waren schon bei der Einheit am Donnerstag nach kleineren Einschränkungen zurück. Der am Freitag wegen muskulärer Probleme kürzer tretende David Alaba sei auch einsatzbereit, signalisierte der Coach.

Flick blickt eine knappe Woche nach der verteidigten Tabellenspitze beim 0:0 gegen Leipzig „sehr positiv“ der Aufgabe in Köln entgegen. Die Kritikpunkte vom Torlos-Topspiel wurden in der Woche aufgearbeitet. „Wir müssen wieder dahin kommen, wie wir gegen Schalke gespielt haben. Wir müssen versuchen, das dominante Spiel an den Tag zu legen. Wir müssen den Ball laufen lassen und uns in der gegnerischen Hälfte festsetzen“, hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic in Erinnerung ans 5:0 gegen den FC Schalke gesagt.

Für Flick ist die Reise ins Rheinland eine an eine frühere Wirkungsstätte. Für Köln bestritt Flick in drei Spielzeiten 54 Partien (3 Tore) und erreichte 1991 das DFB-Pokalfinale. Zuletzt präsentierte sich sein ehemaligen Verein sehr heimstark. Seit fünf Spielen sind die Kölner zu Hause ungeschlagen, die vergangenen vier Partien wurden sogar alle gewonnen. „Die Art und Weise, wie sie verteidigen, ist sehr mutig“, meinte Flick über die Kölner. Der FC sei eine „Mannschaft, die sehr, sehr weh tun kann, wenn man zu nachlässig ist.“

Flick äußert sich zu Rücktritt von Klinsmann

Anders als der zurückgetretene Jürgen Klinsmann sieht Bayern-Trainer Hansi Flick die Trennung von Coach und Manager als wichtig an. „Ich glaube einfach, dass Trainer und Sportdirektor zwei grundverschiedene Berufe sind. Es ist entscheidend und wichtig, was ein Verein für eine Philosophie hat, für was ein Verein steht“, sagte Flick in München. Klinsmann hatte sich bei Hertha BSC vor seinem überraschenden Rücktritt mehr Kompetenzen gewünscht. Eine Bündelung von Aufgaben des Sportdirektors und Trainers kennt dieser etwa noch aus seiner Zeit als Spieler in der Premier League.

„Wichtig ist, dass man da eine gute Basis, ein gutes Gleichgewicht findet. Entscheidend ist immer, für was für einen Fußball der Verein stehen möchte, für was für Werte, was für eine Philosophie er vermitteln will“, führte Flick aus. „Der Sportdirektor ist mitentscheidend, der Trainer ist mitentscheidend – und die Spieler sind es.“ Bei der Frage nach der Art und Weise des Rücktritts von Klinsmann über ein Soziales Netzwerk ließ sich Flick nicht locken. „Ich bin weder bei Facebook noch bei Instagram – da kann es bei mir schon mal gar nicht funktionieren“, scherzte Flick. (dpa)

Quelle: tora./dpa
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