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Transfers und Trainersuche

Salihamidzic und sein Plan beim FC Bayern

Aktualisiert am 12.01.2020
 - 10:45
„Unsere Mannschaft sinnvoll zu verstärken, ist nicht leicht“: Hasan Salihamidzic
Der Trainer fordert Spieler, der Sportdirektor ist verstimmt. Dann gibt es auch noch ein 2:5 in Nürnberg. Die Münchner erleben turbulente Tage. Nun äußert sich Hasan Salihamidzic zur Lage der Bayern.

Aus Sicht von Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist die Meinungsverschiedenheit mit Trainer Hansi Flick über Winter-Neuzugänge beim FC Bayern München beendet. „Das Thema ist für mich durch. Und für Hansi meinem Eindruck nach auch“, sagte der 43-Jährige der „Bild am Sonntag“. Flick hatte während des Trainingslagers in Qatar mindestens zwei Spieler für die Defensive und den offensiven Flügel gefordert. Salihamidzic hatte verstimmt auf die öffentliche Forderung reagiert.

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Salihamidzic sicherte Flick nun „die volle Unterstützung des Vereins“ zu. Für einen Transfer müssten aber sowohl der finanzielle Rahmen als auch die Qualität stimmen. „Unsere Mannschaft sinnvoll zu verstärken, ist nicht leicht. Außerdem ist der Transfermarkt im Winter dünn“, sagte Salihamidzic. Der Sportdirektor sieht die Ziele des FC Bayern durch die derzeitige Personallage mit mehreren verletzten Spielern aber nicht in Gefahr. „In so einer Phase muss man besonders eng zusammenstehen und gemeinsam überlegen, was das Beste ist. Und oft ergeben sich dann Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte.“

Dabei geht es dem Sportdirektor nicht nur um die aktuelle Lage. „Unsere Aufgabe ist es, die Gegenwart zu managen und gleichzeitig die Zukunft des FC Bayern zu planen und zu sichern“, sagte er. „Wir versuchen, unsere Mannschaft immer so auszustatten und zu optimieren, dass wir die Chance haben, auch die Champions League zu gewinnen. Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Zumindest die Besetzung der Trainerposition ist bis zum Sommer geklärt. Die Trainersuche sei derzeit „natürlich“ eingestellt, sagte Salihamidzic. „Wir haben doch gerade erst mit Hansi ein halbes Jahr verlängert, und es ist ganz klar, dass wir unsere ganze Kraft verwenden, um ihn zu unterstützen.“ Flick ist seit der Trennung von Niko Kovac im November Trainer der Bayern. Zuletzt hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bekanntgegeben, dass der 54-Jährige „mindestens“ bis zum kommenden Sommer die Verantwortung tragen werde. Flicks Verbleib als Chefcoach darüber hinaus sei „eine gut vorstellbare Option“. Flicks Vertrag bei den Münchnern läuft noch bis in den Sommer 2021. Dass er ab Sommer abermals als Assistent arbeiten wird, schloss er zuletzt bereits aus. „Ich kann mir vieles vorstellen, aber das kann ich mir im Moment nicht vorstellen“, sagte er dem „kicker“.

Flick hatte am Samstag nach der 2:5-Niederlage des deutschen Fußball-Meisters im Testspiel bei Zweitligaverein 1. FC Nürnberg weitere Gespräche mit Salihamidzic über Neuzugänge angekündigt. „Wir fahren jetzt nach Hause und werden uns nochmal zusammensetzen und die ganzen Dinge besprechen. Gemeinsam werden Hasan und ich noch einmal analysieren, was machbar ist und was nicht“, sagte Flick zu Transferaktivitäten. In Nürnberg bot Flick nur in den ersten 45 Minuten jene Elf auf, die so auch weitgehend in Berlin zum Start in die Rückrunde in einer Woche auflaufen wird. Zur Pause wechselte Flick komplett durch – und der Nachwuchs ging dann krachend unter.

„Das Spiel hatte andere Vorzeichen. Wir haben ein intensives Trainingslager hinter uns und einen langen Rückflug. Aber klar: Mit dem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein“, kommentierte Flick. „In der ersten Halbzeit habe ich einiges gesehen, was mir gefallen hat, aber auch das eine oder andere, was mir nicht gefallen hat. In der zweiten Halbzeit waren wir dann einen Ticken überfordert.“ Einen usatz machte Flick noch: „Wichtig war für mich, dass sich kein Spieler verletzt hat.“ Denn die Ausfallliste ist schon alarmierend lang, in Berlin sind mindestens sechs Profis sicher nicht dabei.

Einen Tag nach der Rückkehr aus Qatar erzielte der Kanadier Alphonso Davies nach einem energischen Angriff, bei dem der Außenverteidiger Doppelpässe mit Leon Goretzka und Thomas Müller spielte, das Tor der Münchner zum Pausenstand (34. Minute). „Das 1:1 war hervorragend“, lobte Flick. „Das war noch unrund von uns“, sagte Nationalspieler Joshua Kimmich zur insgesamt mäßigen Leistung in der ersten Hälfte.

„Club“-Stürmer Michael Frey überwand vor 27.409 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion Nationaltorhüter Manuel Neuer mit einem Flachschuss (22.). Nach dem Wechsel trafen Mikael Ishak (46.), Adam Zrelak (58.), Fabian Schleusener (60.) und Robin Hack (76.) gegen den bedauernswerten Sven Ulreich im Münchner Tor. „Fünf Tore gegen Bayern München zu schießen, ist ein guter Test“, sagte Frey. FCN-Coach Jens Keller wechselte auch munter durch. Bayerns Jungprofi Michaël Cuisance scheiterte mit einem Foulelfmeter noch an Nürnbergs Schlussmann Felix Dornebusch (72.). Malik Tillman machte es danach besser und traf mit dem Kopf noch zum 2:5-Endstand (85.).

Die zweite Hälfte belegte, wie gefährlich die dünne Personaldecke der Bayern ist. Gegen Hertha dürfte der in Nürnberg fehlende Thiago im Mittelfeld den gesperrten Kimmich ersetzen. Außerdem hofft Flick, dass Torjäger Robert Lewandowski nach einer Leistenoperation wieder einsatzfähig sein wird. Ausfallen werden die Abwehrspieler Niklas Süle, Javi Martínez und Lucas Hernández sowie die Angreifer Kingsley Coman und Serge Gnabry. Es gebe aber keinen Grund, „jetzt in Hektik zu verfallen“, sagte Flick: „Wir haben eventuell zwei, drei Wochen, die wir überstehen müssen, bis der nächste Spieler wieder da ist.“

Quelle: tora./dpa
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