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Klarer Sieg in Mainz

Dortmund gnadenlos überlegen

Von Daniel Meuren, Mainz
Aktualisiert am 14.12.2019
 - 17:32
Klare Sache in Mainz: Dortmund freut sich über viele Tore.
Die Borussia siegt deutlich und bringt sich in der Bundesligatabelle wieder in Position. Bei der Gala-Vorstellung trifft der BVB gleich vier Mal gegen überforderte Mainzer.

Die Weihnachtszeit könnte für Borussia Dortmund nach einer bisher komplizierten Hinserie doch noch eine unerwartet reiche Bescherung bringen. Nachdem der BVB Mitte der Woche die K.o.-Phase der Champions League erreicht hatte, festigten die Dortmunder nun in der Bundesliga ihre gute Ausgangsposition. Beim 4:0-Sieg in Mainz nach Treffern von Marco Reus (32.), Jadon Sancho (66.), Thorgan Hazard (69.) und Nico Schulz (84.) gelang es der Borussia erstmals in dieser Spielzeit, auch ein drittes Bundesligaspiel in Serie zu gewinnen. „Das war sehr gute heute“, sagte BVB-Manager Michael Zorc. „Zumal wir zum sechsten Mal nach einem Champions-League-Spiel auswärts antreten mussten. Das ist nicht so einfach.“

Bundesliga

In der kommenden Englischen Woche mit Spielen gegen Leipzig und in Hoffenheim hat der BVB nun sogar die Möglichkeit, sich von Rang drei aus der Tabellenspitze weiter zu nähern. Kurioserweise hat Trainer Lucien Favre nun vor seinem 50. Bundesligaspiel bereits eine BVB-Bestmarke aufgestellt. Kein Trainer zuvor hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Punkte eingespielt als der Schweizer, dessen Zukunft noch vor wenigen Wochen nach einem 3:3 gegen Paderborn so ungewiss geschienen hatte. Favre kann sich nun mit einem Schnitt von 2,14 Punkten brüsten, er hat damit Thomas Tuchel überboten. „Sehr gut“, sagte Favre lediglich, als er mit der Rechnung konfrontiert wurde.

Vor 33.000 Zuschauern im ausverkauften Mainzer Stadion bewies die Borussia vom Anpfiff weg, welches spielerisches Potential in dieser Mannschaft steckt. In einer sehr offensiven Ausrichtung spielte sich das Team in einen kleinen Rausch, dem die Mainzer zu keiner Phase gewachsen waren: Der zuletzt gerade im Champions-League-Spiel gegen Slavia Prag überragende Julian Brandt spielte neben Julian Weigl im defensiven Mittelfeld – Trainer Favre hatte sich für diese ebenso spielstarke wie defensiv riskante Variante entschieden aufgrund des Fehlens von Stammkräften wie Thomas Delaney oder Axel Witsel, der sich in der vergangenen Woche bei einem häuslichen Unfall verletzt hatte.

Von Hummels aus der hintersten Reihe mit dessen fehlerlosem Passspiel immer wieder in Szene gesetzt kam das Dortmunder Spiel durch die Brandt-Beschleunigung immer wieder in hohem Tempo durch die Mainzer Abwehrreihen. „Julian ist viel mehr im Zentrum, viel mehr im Spiel, hat viel mehr Ballkontakte. Er kann nach vorne stoßen, es sind viele gute Fußballer um ihn rum. Er ist ein Teil unseres Aufschwungs“, sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund, nach dem Spiel. Kehl sieht taktische Veränderungen als Grund für den Umschwung bei seinem Team. Auch auf Drängen der Sportlichen Leitung hatte Favre sich für eine Dreier-Abwehrkette entschieden und dem lange nicht berücksichtigten Dan-Axel Zagadou mehr Spielzeit eingeräumt. Zorc attestierte dem Verteidiger in Mainz eine „glatte Eins“.

Die Mainzer leisteten derweil kaum Gegenwehr. Sie vermochten weder durch Pressing in den vorderen Reihen das Dortmunder Kombinationsspiel zu verhindern, noch konnten sie durch ihre Fünferkette das Eindringen der Dortmunder in den Strafraum verhindern. Marco Reus, Thorgan Hazard oder auch Nico Schulz waren aber mehrmals zu unpräzise im Abschluss. Einmal rettete der Mainzer Schlussmann Robin Zentner zudem glänzend, als er sich Reus derart couragiert entgegen stürzte, dass er dem BVB-Kapitän keine Einschussmöglichkeit mehr ließ (26. Minute). Zudem überraschte einmal mehr der Kölner Videokeller: Nachdem Jeremiah St. Juste in Torwartmanier eine Hereingabe von Reus blockte, urteilte der Videoassistent offenbar, dass es sich um einen Stützarm handelte.

So dauerte es in der einseitigen Partie immerhin bis zur 32. Minute, ehe Reus mit dem zehnten Schussversuch der Borussia traf. Nach einer Kopfballablage von Hummels drosch er den Ball aus zwölf Metern unhaltbar für Zentner ins Tor. Die Mainzer Beschwerde wegen eines angeblich unerlaubten Körpereinsatzes wurde vom Videoschiedsrichter zurecht ignoriert.

Die Dortmunder führten hochverdient, einziger Kritikpunkt nach starken ersten 45 Minuten war allein der viel zu geringe Ertrag von nur einem Treffer in Halbzeit eins. Die Borussia hätte das Spiel vielmehr schon längst entscheiden müssen. Den Makel behoben Reus und Co. in der zweiten Halbzeit mit einer nun bemerkenswerten Kaltschnäuzigkeit. Als die Mainzer ihre sehr defensive Grundordnung auflösten und mit mehr Risiko auf den Ausgleich drängten, bestraften die Schwarz-Gelben die aufkeimende Mainzer Aufsässigkeit umgehend mit zwei erfolgreichen Kontern: Den ersten schloss Sancho nach Vorarbeit von Zagadou ab, wenige Minuten später traf Hazard nach Vorlage von Reus. Bei diesem Schuss sah dr Mainzer Schlussmann Zentner freilich nicht gut aus.

In der Schlussphase nutzte dann auch noch Linksverteidiger Schulz die immer größeren Freiheiten selbst für die grundsätzlich der Defensive verpflichteten Dortmunder Akteure, um auf 4:0 zu erhöhen. Die Mainzer Anhänger durften sich lediglich noch über die Einwechslung von Jean-Philippe Mateta freuen. Der französische Torjäger kam nach viermonatiger Verletzungspause erstmals in dieser Spielzeit zum Einsatz. Das ist in der Weihnachtszeit zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Quelle: FAZ.NET
Daniel  Meuren - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Meuren
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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