Zweite Bundesliga

„So ein dreckiges Spiel muss man auch mal gewinnen“

01.02.2021
, 23:35
Das Niedersachsen-Duell geht an Hannover. 96 besiegt Osnabrück und verschärft die Krise des VfL, der schon die fünfte Niederlage in Serie einstecken muss. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz schmilzt.

Hannover 96 hat das Niedersachsen-Duell mit Osnabrück gewonnen und die Krise beim VfL verschärft. Die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak besiegte die Lila-Weißen am Montagabend verdient mit 1:0 (0:0) – für Osnabrück war es die fünfte Niederlage in Serie. Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz in der zweiten Fußball-Bundesliga beträgt nur noch vier Punkte. Hannover liegt nach dem Sieg sieben Zähler hinter den Aufstiegsrängen. Das entscheidende Tor für die 96er erzielte Timo Hübers per Kopf in der 55. Minute.

2. Bundesliga

„So ein dreckiges Spiel muss man auch mal gewinnen“, bilanzierte 96-Torjäger Marvin Ducksch, der diesmal eine 100-prozentige Chance vergab. „Schlechter kann man’s nicht machen“, gab der 26-Jährige im Sky-Interview zu und lobte den Matchwinner: „Da muss man Hübi dankbar sein, dass er es in der zweiten Halbzeit noch gemacht hat. Ein überragendes Tor!“ Osnabrücks Torwart Philipp Kühn forderte: „Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen mit diesem Negativlauf.“

96 machte zu Beginn viel Druck und griff die Osnabrücker schon weit in deren Hälfte an. Schon nach zwei Minuten hatte Ducksch die große Chance zur Führung. Osnabrücks Torwart Philipp Kühn fälschte den Ball jedoch noch entscheidend ab – und das Spielgerät rollte an den Außenpfosten. Kurz darauf schoss Niklas Hult zwar präzise, aber nicht hart genug. Nach der schwungvollen Anfangsphase verflachte die Partie ein wenig. Von Osnabrück kam in der Offensive fast gar nichts, Hannover tat sich schwer, Lücken zu finden.

Für Aufregung sorgte erst wieder eine strittige Strafraumszene nach einer Ecke: Etienne Amenyido nahm den Ball mit dem Arm mit, Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied jedoch nicht auf Strafstoß. Gegen seinen eigenen Mitspieler Maurice Trapp und den völlig freistehenden Ducksch sorgte Kühn anschließend mit starken Paraden dafür, dass es auch zur Pause noch 0:0 stand.

Hannover war auch nach dem Seitenwechsel besser und belohnte sich mit der Führung. Innenverteidiger Hübers traf nach einer Flanke aus dem Halbfeld per Kopf. Osnabrück wurde nun etwas offensiver, vorne fehlte jedoch die Durchschlagskraft. Kurz vor Schluss traf Bryan Henning zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.

Quelle: dpa
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