FAZ plus ArtikelEin letztes Mal Bayern München

Servus Robbery

Von Christian Eichler, München
18.05.2019
, 10:03
Respekt vor dem anderen: Franck Ribery und Arjen Robben bestreiten heute ihre letzten Bundesligaspiele.
Lust, Energie, Ehrgeiz: Der flinke Franzose und der fliegende Holländer waren ein Paar zum Träumen. Sie haben Bayern München ein Jahrzehnt lang geprägt. Nun kommt der Tag des Abschieds.
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An einem Spätsommerabend vor zehn Jahren entdeckte der Fußball in Deutschland eine neue Geschwindigkeit. Wie ein Auto, in dem man plötzlich den sechsten Gang findet. Das geschah am Abend des 29. August 2009, kurz vor 20 Uhr, als Trainer Louis van Gaal, mit Bayern München nach drei Spieltagen noch sieglos auf Platz 14 stehend, beim Stand von 0:0 gegen Meister VfL Wolfsburg zwei Spieler einwechselte. Zuerst Arjen Robben, der sich erst zwei Tage zuvor bei Real Madrid verabschiedet hatte. Dann Franck Ribéry, der schon zwei Jahre lang die rare Kunstform des Tempodribblings in deutschen Stadien vorgeführt hatte. Nun bekam er einen Partner in dieser Übung.

Wer es sah in der Münchner Arena, wird es nicht vergessen: wie es sofort zündete zwischen den beiden. So, als wäre eine kritische Masse an Energie zusammengekommen, die aufeinander explosiv reagierte. Das Spiel ging durch die Decke, das Publikum auch. Der flinke Franzose und der fliegende Holländer brauchten nur wenige Minuten, um gemeinsam zwei atemraubende Kontertore zu erzielen, beide nach dem Muster: Vorlage Ribéry, Abschluss Robben. So wie es dann auch das Muster für die Krönung vier Jahre später werden sollte: bei Robbens Siegtreffer nach Ribérys Vorarbeit im Champions-League-Finale 2013.

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Christian Eichler - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Eichler
Sportkorrespondent in München.
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