Sieg gegen Bayer 04

Wolfsburg beeindruckt in Leverkusen

Von Daniel Theweleit, Leverkusen
23.01.2021
, 17:40
Der VfL Wolfburg bleibt in der Fußball-Bundesliga an der Spitzengruppe dran. Gegen Bayer Leverkusen gewinnt das Team von Trainer Oliver Glasner zwar nicht spektakulär, aber verdient.

Es ist erst wenige Tage her, da hat Borussia Dortmund in einem aufregenden Fußballspiel mit 1:2 bei Bayer Leverkusen verloren. In einem Duell, das der BVB gemessen an seinen Chancen auch gut hätte gewinnen können, aber nicht stabil genug war. An diesem Samstag zeigte der VfL Wolfsburg nun musterhaft, was für eine Spielweise der Mannschaft von Bayer-Trainer Peter Bosz überhaupt nicht liegt.

Bundesliga

Ein Stil, der nicht den Anspruch verfolgt, Dominanz zu erzeugen, der einen Schwerpunkt auf eine konsequente und konzentrierte Verteidigungsarbeit setzt, angereichert mit einer gewissen Konsequenz vor dem Tor. Durch einen Treffer von Ridle Baku gewann die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner mit 1:0 (1:0) in Leverkusen und ist nun vor dem BVB und vor Borussia Mönchengladbach Vierter in der Tabelle. „Uns hat die Frische gefehlt“, analysierte später Bayer-Keeper Lukas Hradecky trocken.

Nur in der Anfangsphase anfällig

Nur in der Anfangsphase wirkten die Wolfsburger noch anfällig und brauchten eine Viertelstunde, um die richtige Haltung für dieses wichtige Spiel im direkten Duell zweier Champions-League-Anwärter zu finden. Bayer hatte zunächst gute Chancen, doch Lucas Alario köpfte an den Pfosten (7.), scheiterte aus fünf Metern an Koen Casteels (22.), und Florian Wirtz traf in günstiger Abschlussposition den Ball nicht sauber (30.). Da waren die Wolfsburger aber bereits ebenbürtig und Baku nutzte eine Unaufmerksamkeit von Daley Sinkgraven, um nach schöner Flanke von Renato Steffen das 0:1 zu köpfen (35.).

In der zweiten Hälfte war Leverkusen dann ständig am Ball, doch die Wolfsburger Defensive wirkte immer mehr wie ein Bollwerk, das einfach keine Schwachstellen hat. Moussa Diaby und war genervt, Wirtz verlor den Mut, und Alario hatte praktisch keine Ballaktionen mehr gegen die Wolfsburger Innenverteidiger Brooks und Lacroix. Ein 16-Meter-Schuss von Sinkgraven war noch gefährlich (82.), Casteels hielt den Ball. Spektakulär war dieser Sieg nicht, dafür aber sehr beeindruckend.

Leverkusen derweil muss möglicherweise lange ohne Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger auskommen. Der Österreicher verletzte sich gegen Wolfsburg bereits fünf Minuten nach seiner Einwechslung möglicherweise am Kreuzband. „Ich habe ein bisschen Angst bei Baumi“, sagte Trainer Peter Bosz. „Aber wir dürfen jetzt nicht spekulieren. Wir müssen das MRT abwarten.“ Der 33-Jährige hatte direkt signalisiert, dass er ausgewechselt werden müsse. Er verließ den Platz, gestützt von zwei Physiotherapeuten.

Unklarheit besteht ebenfalls über die abermalige Verletzung von Lars Bender. Während der Verein von einer Prellung am Hinterkopf sprach, erklärte Bosz, die Wade habe „zugemacht“. Offensichtlich spielte bei der Auswechslung des 31-Jährigen, der seine Karriere im Sommer beenden wird, beides eine Rolle.

Quelle: F.A.S./dpa
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