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Champions League

Coutinho ist das große Rätsel des FC Bayern

Aktualisiert am 25.02.2020
 - 13:38
Philippe Coutinho hat noch nicht richtig Fuß gefasst beim FC Bayern.
Im Sommer erschien der Transfer von Philippe Coutinho als großer Coup. Doch der Brasilianer enttäuscht bislang in München. Woran liegt das? Trainer Hansi Flick hat vor dem Duell mit Chelsea eine Erklärung.

Bayern Münchens Trainer Hansi Flick baut vor den „Wochen der Wahrheit“ auch weiterhin auf seinen bislang enttäuschenden Star Philippe Coutinho. „Hoffnung gibt mir immer wieder seine Trainingsleistung, die er abliefert. Er ist ein genialer Kicker. Wir unterstützen ihn, dass er in die richtige Spur kommt. Da sind wir gefordert“, sagte Flick vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am Dienstagabend (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky) beim FC Chelsea.

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Der Brasilianer setze sich derzeit „etwas zu sehr unter Druck. Im Spiel kann er sein Potential nicht 100 Prozent abrufen. Es sind nicht immer alle Entscheidungen richtig. Aber ich halte sehr viel von ihm als Fußballer und Mensch“, betonte Flick (55) in London. Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge geben die schwankenden Leistungen der Leihgabe vom FC Barcelona bisweilen Rätsel auf. „Er hat manche Spiele gut gespielt, manchmal vermittelt er den Eindruck, dass er gehemmt ist. Ich weiß nicht, woran das liegt“, sagte der Bayern-Boss vor dem Abflug nach London.

Vorzeitig abschreiben will Rummenigge Coutinho aber wie Flick nicht. „Alle versuchen, ihn zu unterstützen und ihm zu helfen. Wir müssen hoffen, dass er in den entscheidenden Wochen ein wichtiger Faktor wird, der dazu beiträgt, dass wir Titel gewinnen“, sagte er. Diesen Nachweis ist Coutinho bisher schuldig geblieben. In 28 Pflichtspielen kommt der 27-Jährige auf sieben Tore und acht Vorlagen, in der Champions League war er bei sechs Einsätzen nur einmal erfolgreich (zwei Assists). Auch deshalb ist aus Spanien zu hören, dass Barca den Bayern bei der eigentlich auf 120 Millionen Euro festgeschriebenen Ablöse entgegenkommen würde.

Seine Stars sangen derweil Hansi Flick ein Ständchen, ansonsten hatte der Trainer des FC Bayern vor dem Kracher bin London keinen Kopf für seinen 55. Geburtstag. Flick steht vor der Revanche für das verlorene „Finale dahoam“ massiv unter Druck. Die Botschaft auf dem Flug nach London war zwar nicht neu, aber eindeutig. „Das ist die Königsklasse, der wichtigste Titel“, hatte Vorstandschef Rummenigge schon mehrmals betont: „Dieser Klub lechzt nach der Champions League. Davon hängt alles ab.“

Alles! Die Anspannung vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag bei den Blues, die den Münchnern 2012 im eigenen Stadion eine der schmerzhaftesten Niederlagen der Vereinshistorie zugefügt hatten, ist entsprechend groß beim Rekordmeister. Ein abermaliges Scheitern schon zum Start der K.o.-Phase in der Königsklasse wie in der vergangenen Saison gegen den späteren Cup-Sieger FC Liverpool dürfte den FC Bayern trotz aller Erfolge in der Bundesliga in seinen Grundfesten erschüttern.

„Klar haben wir international große Ansprüche, im letzten Jahr war die Enttäuschung nach dem Ausscheiden im Achtelfinale groß“, sagte Rummenigge am Münchner Flughafen und betonte: „Wir werden versuchen, dass die Reise weitergeht. Unser Ziel ist es, ins Viertelfinale zu kommen.“ Auch Hasan Salihamidzic erhöhte zu Beginn der „Wochen der Wahrheit“ den Druck auf Flick und die Profis. „Die heiße Phase beginnt jetzt“, sagte der Sportdirektor dem „Kicker“, „wir beobachten, an welcher Stelle wir etwas machen müssen“.

Damit entscheidet der Ausgang des Duells auch über Transfers und Vertragsverlängerungen. „Unser Anspruch ist, in der Champions League eine gute Rolle zu spielen“, betonte Salihamidzic, „und sie wieder zu gewinnen.“ Das, ergänzte Flick am Montag nach der Ankunft in London gelassen, sei schließlich auch sein „Selbstverständnis“. Deshalb sei es gegen Chelsea „wichtig, dass wir ein Zeichen setzen. Wir sind in der Spur, deshalb bin ich voller Selbstvertrauen“, betonte der Bayern-Coach.

Niko Kovac war letztlich am frühen Aus gegen Liverpool gescheitert. Sein Nachfolger muss beweisen, dass er auch Europa kann, um seine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus zu sichern. „Chelsea ist eine gefährliche Mannschaft“„, betonte Kapitän Manuel Neuer. Der Europa-League-Sieger befindet sich unter Teammanager und Klublegende Frank Lampard im Umbruch und muss auf Schlüsselspieler N‘Golo Kante verzichten. Dennoch gebe es „auch Spieler“, so Thomas Müller, „die uns weh tun können. Aber wir sind selbstbewusst, der Spirit ist da“.

Auch 2012 waren die Bayern klarer Favorit – doch dann entriss ihnen Chelsea um Kapitän Lampard und Stürmerstar Didier Drogba auf dramatische Art den Henkelpott. Das Spiel vor acht Jahren spiele aber „überhaupt keine Rolle“, unterstrich Flick. Er erinnere sich „lieber an das nächste Finale“, sagte auch Salihamidzic. Doch nicht nur bei jener magischen Wembley Nacht 2013 setzte der Rekordmeister auf der Insel Ausrufezeichen: ein 5:1 2017 beim FC Arsenal, das historische 7:2 bei Tottenham Hotspur im vergangenen Herbst. Kein Wunder, dass Neuer betonte, „dass wir an London gute Erinnerungen haben“.

Jerome Boateng und Benjamin Pavard dürften nach ihren Gelbsperren in der Bundesliga beginnen. Auch Leon Goretzka steht nach muskulären Problemen zur Verfügung. Chelseas Antonio Rüdiger baut vor allem auf Lampard. „In solchen Spielen kann so ein Trainer ein sehr, sehr großer Faktor sein“, sagte er dem SID. Neidisch blickt der Nationalspieler dagegen auf Bayern-Tormaschine Robert Lewandowski: „Wir vermissen manchmal den Killerinstinkt, wie ihn zum Beispiel Lewandowski hat. Einfach die Gier nach mehr, diese Gier vor dem Tor.“

Quelle: tora./sid
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