Krise beim FC Barcelona

Das rätselhafte Schweigen des Lionel Messi

22.08.2020
, 10:59
Hat Lionel Messi seine letzte Partie im Trikot des FC Barcelona schon gespielt?
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Das 2:8-Desaster gegen den FC Bayern hat den FC Barcelona immens erschüttert. Ein neuer Trainer mit Ronald Koeman ist nun da. Aber die Zukunft des Stars bleibt ungewiss. Und Lionel Messi ist verstimmt.
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Die angeblich geäußerten Zweifel über seine Zukunft befeuern die Spekulationen um einen Weggang von Lionel Messi nach 20 Jahren beim FC Barcelona. Woher der katalanische Sender RAC1 die Aussagen und Einschätzungen Messis aus einem Gespräch mit dem neuen Barça-Trainer Ronald Koeman hat, blieb unklar. Laut „Mundo Deportivo“ dagegen sei der Meinungsaustausch mit Koeman eher in Richtung Verbleib abgelaufen.

Seine persönliche Meinung hatte der neue Barcelona-Chefcoach Koeman schon beim Amtsantritt glasklar formuliert. „Messi ist der beste Spieler der Welt. Er kann Spiele gewinnen, du willst ihn natürlich in deinem Team haben“, sagte der Niederländer, der von 1989 bis 1995 das Barcelona-Trikot trug.

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Messi selbst äußerte sich bisher nicht öffentlich zu dem, was in den kommenden Wochen und Monaten mit ihm passiert. Und damit trägt er nicht unbedingt dazu bei, dass die Spekulationen verstummen. Das rätselhafte Schweigen des Lionel Messi verstärkt die Gerüchte eher noch. Was er wirklich will: Das weiß wohl nur er. Wenn überhaupt.

Wie die anderen Profis, die beim desaströsen 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern München gespielt hatten oder im Kader waren, hat sich der 33 Jahre alte Argentinier in den Urlaub verabschiedet – offenbar maximal verstimmt. Wenn auch nicht mit der Frequenz eines Cristiano Ronaldo, hält Messi seine Fans normalerweise weltweit auch gern in den sozialen Netzwerken auf dem Laufenden. Auch hier: Funkstille. Der bis Freitagabend letzte Eintrag bei Facebook: Das Foto eines kraftvoll jubelnden Barça-Kapitäns Messi, darüber die Worte: „Wir sehen uns in Lissabon.“

© DAZN

Dort aber spielen an diesem Sonntag FC-Barcelona-Zerstörer Bayern München und Paris Saint-Germain im Finale um den Triumph in der Champions League. Die Katalanen verpassten schon in der spanischen Meisterschaft den Titel, das Aus gegen die Münchner löste eine Schockwelle aus, von der sich der Klub erst noch erholen muss. Messi soll bei der Wiedergenesung eine zentrale Rolle spielen, so will es Koeman. Der 57-Jährige erklärte das bei seinem Amtsantritt. Überzeugen konnte der ehemalige Profi des ruhmreichen Klubs Messi aber dem Anschein nach nicht.

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Er sehe sich eher außerhalb des Klubs in der nahen Zukunft als im Verein, soll Messi Koeman gesagt haben. Dass Messi keine spontane Entscheidung traf wie einstmals in der Nationalmannschaft, als er schon mal nach einer schweren Enttäuschung seinen Rücktritt erklärte, aber später zurückkam, hat auch seine Gründe. Er wisse um die vertragliche Situation, soll er im Gespräch mit Koeman auch gesagt haben. Sein aktueller Vertrag ist noch bis Ende Juni nächsten Jahres gültig.

Eine Weile wurde Inter Mailand als Top-Interessent gehandelt. Immer wieder fällt aber auch der Name Manchester City mit dem ehemaligen Barcelona-Coach Pep Guardiola oder auch Paris Saint-Germain mit Messis ehemaligen Vereins-Sturmpartner Neymar. Messi muss sich entscheiden.

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Wäre Messis Vertrag im Sommer ausgelaufen, hätte der Südamerikaner nach dem 2:8-Debakel seinem Herzensklub nach 16 Profijahren wohl bereits den Rücken gekehrt. So aber hängt seine sportliche Zukunft auch vom Verhalten seines derzeitigen Arbeitgebers ab. Und der verwies unaufgefordert auf die aktuelle Situation. Präsident Josep Maria Bartomeu: „Messi steht noch ein Jahr bei uns unter Vertrag. Das weiß er, und wir alle wissen es.“ Dennoch: Wenn die Ablösesumme stimmt, wird man den sechsmaligen Weltfußballer ziehen lassen.

Quelle: tora./dpa/sid
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