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Welt der Monster

Von Michael Horeni
28.09.2021
, 14:57
 Godzilla und Kong in den Trikots von Paris Saint-Germain und Manchester City
Godzilla vs. Kong scheint sich im internationalen Top-Fußball durchzusetzen. Das Duell zwischen Paris Saint-Germain und Manchester City steht für einen zukunftsweisenden Trend.
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Im zweiten Sommer der Pandemie hing vor dem Berliner Hauptbahnhof ein riesiges, über eine komplette Hotelfassade gespanntes Plakat. Es sprang die Reisenden geradezu an. Oder besser gesagt, die beiden Kreaturen, die darauf abgebildet waren: Godzilla und Kong. Dabei handelte es sich um Werbung für einen Kinofilm, für ein Duell, bei dem sich entscheiden sollte, wer „King of the Monsters“ würde. Hollywood hatte dafür die beiden Figuren eingekauft, die man auf der ganzen Welt kennt, weil man überzeugt war, mit ihnen den ersten Blockbuster während der Pandemie aus dem Boden stampfen zu können. Und das Konzept ging auf. Der Streifen spielte weltweit mehr als 400 Millionen Dollar ein, der größte Batzen kam aus China.

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Godzilla vs. Kong. Das ist im Grunde auch das Konzept, das sich im internationalen Top-Fußball durchzusetzen scheint. Man muss Godzilla und Kong nur die Trikots von Paris Saint-Germain oder Manchester City überstreifen, dann sieht man, wie die Sache läuft. An diesem Dienstag steht in der Champions League schon am zweiten Spieltag das Duell der Hochgezüchteten an, die Neuauflage des Halbfinals aus der vergangenen Spielzeit. Diese aus arabischem Geld geschaffenen Kunstgebilde erscheinen dabei vielen Konkurrenten schon länger als wahre Schreckensgestalten des Fußballs. Doch gleichzeitig sind sie auch ein Versprechen: dass der Fußball mit seinen Godzillas und Kongs auch nach Corona sein weltweites Publikum findet – womöglich ein größeres als je zuvor.

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Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Fußballkorrespondent Europa in Berlin.
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