FAZ plus ArtikelZukunft von Keller und Curtius

Die Ruhe nach dem Sturm

Von Michael Horeni, Berlin
03.05.2021
, 20:31
Am Tag nach dem Paukenschlag beim DFB spielen die angezählten Funktionäre auf Zeit. Wie schnell müssen Präsident Keller und Generalsekretär Curtius gehen? Und was haben sie noch vor?

Fritz Keller hat sich nach dem wohl schmerzhaftesten Wochenende seiner langen Karriere zurückgezogen. Der 64 Jahre alte Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dem die Regional- und Landesverbände am Sonntag in Potsdam das Vertrauen entzogen haben und ihn zum Rücktritt aufforderten, braucht, wie es heißt, erst einmal Zeit für sich selbst. Zum einen, um den schweren Schlag persönlich zu verdauen. Aber zum anderen auch, um in seiner nun vermutlich arg begrenzten Zeit doch noch einen Weg zu finden, um den Verband wenigstens mit halbwegs erhobenem Haupt verlassen zu können. Und seinen Gegnern nicht unverrichteter Dinge komplett das Feld im DFB zu überlassen. Doch wie soll das gehen?

Das ist eine Frage, die sich am Tag nach dem Paukenschlag nicht nur der DFB-Präsident zu Hause im Breisgau stellt. Auch die Keller-Unterstützer in der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und im DFB fragen sich das. Zudem auch all diejenigen im deutschen Fußball, die in der Konferenz von Potsdam nur das nächste Kapitel eines Komplotts gegen einen Präsidenten wittern, mit dem dieser daran gehindert werden sollte, üblen Machenschaften im DFB auf den Grund gehen zu können.

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Quelle: F.A.Z.
Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Korrespondent für Sport in Berlin.
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