FAZ plus ArtikelAbstimmung gegen Fritz Keller

Paukenschlag im DFB-Machtkampf

Von Michael Horeni, Berlin
02.05.2021
, 20:47
Die Regional- und Landesverbände fordern DFB-Präsident Keller und den Generalsekretär des Verbandes, Curtius, zum Rücktritt auf. Aus dem Machtkampf geht Vizepräsident Koch vorerst als Sieger hervor.

Dieses Wochenende, das zeichnete sich seit einigen Tagen ab, sollte unangenehm werden für den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Und für Fritz Keller, seinen wankenden Präsidenten. Von allen Seiten wurde nahezu täglich der Druck auf die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände erhöht vor deren außerordentlicher Konferenz an diesem Wochenende in Potsdam. Tatsächlich endete die Zusammenkunft am Sonntagmittag mit einem Paukenschlag. Das Gremium entzog DFB-Präsident Fritz Keller in geheimer Abstimmung das Vertrauen. Er wurde aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten. Damit nicht genug: Die Konferenz entzog auch Generalsekretär Friedrich Curtius das Vertrauen.

Die Landes- und Regionalverbände haben den DFB mit ihrem Beschluss damit aus dem monatelangen Würgegriff der beiden Spitzenkräfte befreit, deren Machtkampf den Verband seit dem vergangenen Jahr gelähmt hat. Der schwelende Konflikt hat das Ansehen des Verbandes zuletzt nachhaltig beschädigt. Auf der DFB-Präsidiumssitzung am vorvergangenen Freitag hatte Keller den 1. Vizepräsidenten und Richter Rainer Koch in Zusammenhang mit dem verbandsinternen Machtkampf mit dem verbrecherischen Präsidenten des Volksgerichtshof, Roland Freisler, gleichgesetzt.

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Michael Horeni - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Michael Horeni
Korrespondent für Sport in Berlin.
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