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Kovac-Kritik nach Bayern-Sieg

„Ich finde, das ist nicht gut“

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Freut sich über die Sieg, ärgert sich über etwas anderes: Bayern-Trainer Niko Kovac beim Pokalspiel in Cottbus

Trainer Niko Kovac vom deutschen Fußballmeister Bayern München hat angesichts des am Montagabend noch bevorstehenden Wechsels von Ivan Perisic von Inter Mailand zu den Münchnern, der am Dienstagvormittag bestätigt worden ist, den Umgang mit den Spielern in der Öffentlichkeit kritisiert. Kovac ärgerte sich darüber, dass einige Spieler als Notlösungen bezeichnet würden. „Unabhängig davon, ob er kommt oder nicht, wird teilweise nicht gut mit den Spielern umgegangen“, sagte der Kroate im Anschluss an das 3:1 (1:0) in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals bei Energie Cottbus.

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Man sollte die Spieler nicht „in die zweite oder dritte Kategorie“ stecken. „Jetzt kriegst du den einen nicht, dann den anderen nicht. Dann hast du womöglich eine XY-Lösung. Ich finde, das ist nicht schön“, so Kovac. Nach der schweren Knieverletzung von Leroy Sane (Manchester City), den Bayern offenbar verpflichten wollte, wurde auch Perisic als eine Ersatzlösung bezeichnet – für Kovac eine unzumutbare Einordnung des Spielers.

Der Kroate soll die Probleme bei Bayern auf dem Flügel lösen und wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen. Die Leihgebühr soll fünf Millionen Euro betragen, im nächsten Jahr könnte ein Kaufoption über 20 Millionen Euro greifen. Zu Perisic sagte Kovac am späten Montagabend: „Er war heute beim Medizincheck, und sollte das alles gut laufen und die Papiere hin- und hergeschickt werden, wird er ein Spieler von uns.“ Kovac hat sich offenbar sehr für eine Verpflichtung seines Landsmannes eingesetzt.

Dass die Leistung des stets hochanspruchsvollen deutschen Rekordpokalsiegers und Rekordmeisters gegen den viertklassigen FC Energie Cottbus zuvor noch nicht berauschend gewesen war, spielte dann aber keine so große Rolle mehr. „Ich finde, wir haben es gut gemacht. Wir sind weitergekommen, das ist okay. Es hat sich keiner verletzt“, lautete Kovacs Fazit. Auftrag erledigt auf dem Weg zum erhofften 20. Pokaltriumph in der Vereinshistorie.

Dann auch mit Perisic: „Er ist ein Spieler, der die Bundesliga sehr gut kennt, der flexibel ist in der Offensive“, lobte Nationaltorwart Manuel Neuer den Mittelfeldspieler, der dem Vernehmen nach zunächst ausgeliehen werden soll. „Er ist ein Spieler, der Erfahrung mitbringt“, betonte Bayern-Profi David Alaba.

Einer Nachfrage, ob der FC Bayern – wie von einem spanischen Medium berichtet – auch mit dem FC Barcelona über eine Leihe des Brasilianers Philippe Coutinho verhandle, wich Kovac aus: „Ich werde Folgendes machen: Über das redet dann nicht mehr der Trainer, sondern der Sportdirektor.“ Nach optimistischen Aussagen zu einer Sané-Verpflichtung vor dessen Verletzung war Kovac von Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic zurechtgewiesen worden.

„Das ist kein Wunschkonzert für die Spieler. Aber wenn die Verantwortlichen aktiv werden, ist es sicher mehr in der Offensive“, meinte Neuer zu den Bayern-Aktivitäten auf dem Transfermarkt. Aufgeregt wirkte der 33-Jährige ob der Personalpolitik kurz vor dem Bundesligastart mit dem Eröffnungsspiel des bayerischen Titelverteidigers bei Hertha BSC an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie im ZDF und bei DAZN) aber ganz und gar nicht.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen guten Kader stehen haben werden. Wir haben intern gesprochen, und deshalb bin ich mir sicher, dass das passieren wird“, versicherte Neuer, der in Cottbus nur einen Grund zum Ärgern hatte: Den 1:3-Anschlusstreffer der Gastgeber per Elfmeter in der Nachspielzeit, erzielt von Berkan Taz. Zuvor hatten Robert Lewandowski (32. Minute), Kingsley Coman (64.) und Leon Goretzka (85.) die ersten Bayern-Tore auf dem Weg zum angestrebten Pokalsieg erzielt.

Quelle: jaeh./sid/dpa
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