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FC Schalke 04

Bilanz mit Augenmaß

 - 14:48

Der FC Schalke 04 hat das Kalenderjahr 2012 mit einem Minus in Höhe von 8,9 Millionen Euro abgeschlossen. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Bilanz des Fußball-Bundesligavereins hervor. Der Konzernumsatz betrug nach Vereinsangaben 190,8 Millionen Euro, was einen erheblichen Rückgang im Vergleich zu 2011 (224,2 Millionen Euro) bedeutet. Gleichwohl sei dies der zweithöchste Erlös der Vereinsgeschichte.

„Wir wollen beim FC Schalke erfolgreich Fußball spielen, unsere Verbindlichkeiten weiter zurückführen und gleichzeitig auch weiter in die Infrastruktur investieren“, fasste Finanzvorstand Peter Peters die Ziele des Vereins zusammen. „Alles mit Augenmaß, wir sind keine Zauberer.“

Der Umsatz-Rückgang von 33,4 Millionen Euro erkläre sich zum Großteil mit dem Verzicht auf Transfererlöse, teilte der Klub mit, der 2011 noch einen Jahresüberschuss von 4,9 Millionen Euro ausgewiesen hatte. Zu einer großen Belastung wurden nicht eingeplante Aufwendungen in Höhe von 6,6 Millionen Euro für die Sanierung des Daches der Veltins-Arena.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern lag zwar unter dem von 2011 (62,1 Millionen Euro), blieb jedoch mit 40,8 Millionen Euro im positiven Bereich. Nach Vereinsangaben lagen die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 bei 173,1 Millionen Euro und wurden im Vergleich zum Vorjahr (184,8 Millionen Euro) um 11,7 Millionen Euro deutlich reduziert.

Gewinne erzielen, schuldenfrei werden

Unter dem Strich konnten die Königsblauen die Gesamtverbindlichkeiten trotz der Umsatzeinbuße um 14,2 Millionen Euro zurückführen. „Der FC Schalke 04 hat die Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg aufgrund seiner hohen Ertragskraft weiter reduziert, seine Handlungsfähigkeit durch die fortschreitende Konsolidierung hingegen erhöht“, sagte Peters. „Ziel unseres wirtschaftlichen Handelns bleibt es, zukünftig wieder Gewinne zu erzielen. Dies wird 2013 vor allem dann gelingen, wenn der Verein erneut europäisch erfolgreich spielt oder die Personalkosten in der kommenden Transferperiode reduziert.“ Spätestens 2023 will der Verein schuldenfrei sein.

Im Sponsoring könnten laut Peters weiterhin zusätzliche Mehreinnahmen generiert werden. „Ein Gestaltungsspielraum bei Spieleinnahmen“ sei aber nicht vorhanden, sagte er.

Beim Personalaufwand hat sich nicht viel verändert. Die Konzern-Ausgaben für alle Mitarbeiter, Aushilfen und Angestellten (mehr als 500) lagen 2012 bei 98,5 Millionen Euro. Den größten Batzen verschlang natürlich der Lizenzspielerbereich mit allen Profis und dem Trainerstab. Die Kosten hierfür bezifferte Peters auf rund 86 Millionen Euro. „Diese Kosten wollen wir nicht über Qualität, sondern über Quantität weiter reduzieren“, so Peters.

Quelle: dpa
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