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Aufregung in Kaiserslautern

FCK begründet Rauswurf von Klublegende Ehrmann

Aktualisiert am 25.02.2020
 - 09:33
Gerry Ehrmann wird beim 1. FC Kaiserslautern freigestellt.
Nach der Freistellung von Torwarttrainer Gerry Ehrmann gehen die Fans des 1. FC Kaiserslautern auf die Barrikaden. Nun veröffentlicht der Klub eine Mitteilung, in der er den Schritt begründet und schwere Vorwürfe erhebt.

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Trennung von Gerry Ehrmann unter anderem mit Drohungen des beliebten Torwartcoaches gegenüber dem Trainerteam begründet. In den vergangenen drei Tagen sei es „mehrfach durch Gerry Ehrmann zu massiven, substanziellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam gekommen“, teilte der Fußball-Drittligaverein am Montagabend mit.

„Diese Vorkommnisse sind dabei unter Zeugen aus dem Trainer- und Betreuerteam passiert sowie dokumentiert und haben in ihren Auswirkungen auch die Mannschaft erreicht“, heißt es weiter. „Zum Schutz der betroffenen Personen und für die Gewährung eines zielgerichteten Trainings- und Spielbetriebs sah sich die Vereinsführung zum Handeln gezwungen.“ Die Fans des Traditionsklubs protestieren vehement gegen den Rauswurf des 61-Jährigen. Er habe Verständnis, dass die Trennung von Ehrmann „für viele Fans und Mitglieder nicht oder nur schwer zu ertragen ist“, teilte der Verein mit. Aber die Freistellung sei „unumgänglich“ gewesen.

Der 61 Jahre alte Ehrmann hatte Gerüchte, er habe Trainer Boris Schommers beleidigt, bereits vor der Veröffentlichung der FCK-Erklärung zurückgewiesen. „Niemals habe ich ihn beleidigt. Wer das behauptet, der lügt“, sagte er Sport1. Ehrmann will sich nun juristisch gegen seine Freistellung wehren. „Das lasse ich mir nicht gefallen. Jetzt ist das eine Sache für die Anwälte“, sagte er bei Sport1 und betonte: „Ich habe niemanden beleidigt und auch nicht die Arbeit verweigert. Das ist erfunden und erlogen. Das ist eine absolute Frechheit, was in der Pressemitteilung steht.“

Ehrmann hatte seine Karriere beim viermaligen deutschen Meister 1984 begonnen, als er vom 1. FC Köln zu den Pfälzern wechselte. Nach 301 Ligaspielen mit jeweils zwei Meisterschaften und DFB Pokal-Siegen für die Lauterer beendete er 1998 seine aktive Karriere. Ehrmann bildete fortan in der berühmten Lauterer Towartschule unter anderem Größen wie Roman Weidenfeller, Tim Wiese oder Eintracht Frankfurts Kevin Trapp aus.

Nach der Freistellung von Ehrmann schlagen dem Klub heftige Proteste entgegen. Die Fans wehren sich vehement gegen den Rauswurf des Publikumslieblings. In einer Online-Petition mit dem Titel „Gerry Ehrmann bleibt beim FCK“ unterschrieben bis Dienstagmorgen schon mehr als 6000 Personen. Weiter heißt es da: „Unsere Legende entlässt niemand – er ist der FCK!“ Zudem wird der Verein massiv in den sozialen Netzwerken kritisiert. „Ohne Gerry kein FCK!!! Schommers raus! Schämt euch!“ – ein Plakat mit diesen Worten hing zudem vor der Geschäftsstelle des krisengeplagten Traditionsklubs auf dem Betzenberg. In Fankreisen genoss der 61-Jährige seit jeher Kultstatus. „Außer Ehrmann könnt ihr alle gehen!“, hallte es in Krisenzeiten regelmäßig von den Tribünen.

FCK-Trainer Boris Schommers soll nicht der erste Trainer gewesen sein, der im Umgang mit Ehrmann seine Probleme hatte. „Tarzan“, wie das Lauterer Urgestein aufgrund seiner muskulösen Statur genannt wird, sagte stets seine Meinung und reagierte zuweilen sehr emotional. Aufgrund seines Stellenwerts – sportlich wie bei den Fans – galt er jedoch als unantastbar. Am Sonntag beendete Schommers noch während der Trainingseinheit die Zusammenarbeit. „Der Verein sah sich nach einer Reihe von internen Vorkommnissen, die eine zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen, zu diesem Schritt gezwungen“, erklärte der FCK zunächst, ehe er eine weitere Erklärung nachlegte.

Quelle: tora./dpa/sid
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