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FAZ plus ArtikelGeschlechtertrennung

Der schwierige Seitenwechsel im Fußball

Von Lisamarie Haas und Anna Vollmer
Aktualisiert am 09.12.2019
 - 11:18
Michaela Jessica Tschitschke spielt beim ersten FLTI-Fußballverein in Kreuzberg.
Männlich, weiblich, divers: Seit November darf in Berlin jede Person in einem Fußballteam spielen, mit dessen Geschlecht sie sich identifiziert. Doch der Weg zur Akzeptanz ist weit.

Kurz nach einem Spiel mit ihrem Team wurde Michaela Jessica Tschitschke aus ihrem Fußballverein in Brandenburg geworfen. Ohne Grund. Oder zumindest: ohne offiziellen Grund. Bei der Partie hatte es eine Ausweiskontrolle gegeben. Wenig später musste Tschitschke den Verein verlassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hatte“, sagt Tschitschke.

Was war passiert? Michaela Jessica Tschitschke ist „transident“: Biologisch wurde sie als Mann geboren, identifiziert sich aber als Frau. Das kann im Sport Probleme bereiten. Deshalb kam Tschitschke über Umwege zum Fußball: „Eigentlich habe ich immer Floorball gespielt. Aber den Sport durfte ich dann nicht mehr ausüben. Deshalb habe ich mit Fußball angefangen.“ Hier habe sie nach einer sogenannten „Personenstandsänderung“ im Frauenteam spielen dürfen. Nicht überall, aber im Berliner DFC Kreuzberg, wo sie inzwischen als Trainerin tätig ist, fand Tschitschke einen Verein, der sie akzeptiert, wie sie ist.

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Sportangebote jenseits der klassischen Geschlechtertrennung

Der Verein Seitenwechsel in Berlin richtet sich explizit an Frauen, Lesben, Trans- und Inter-Personen (FLTI). In einem Beirat arbeitet Christopher Paul daran, wie man allen Menschen den Zugang zum Sportangebot ermöglichen kann. Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Das Angebot erstreckt sich vom Badminton über Fußball bis hin zum Yoga. Mit etwa 900 Mitgliedern ist der Verein der größte seiner Art in Europa. „Wir wollten Möglichkeiten des Sporttreibens finden, bei denen nicht das Selbstverständnis als Lesbe und/oder frauenbewegte Frau in der Garderobe gegen die Turnhose getauscht werden muss“, sagt Vorstand Conny-Hendrik Kempe-Schälicke.

Der DFC Kreuzberg, in dem Michaela Jessica Tschitschke sich engagiert, ist der erste FLTI-Fußballverein in Kreuzberg und soll Trans- und Inter-Personen dazu ermutigen, Fußball zu spielen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, „die Fußballlandschaft wachzurütteln“. Dabei setzt sich der Verein auch gegen Sexismus und Homophobie ein. (lmha.)

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Vollmer, Anna
Anna Vollmer
Volontärin.
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