Herzprobleme nach Corona-Fall

Aubameyang und Davies können nicht spielen

15.01.2022
, 11:01
Pierre-Emerick Aubameyang im Jahr 2017 nach einem erfolgreichen Elfmeter für Gabun.
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Gabun muss beim ersten Spiel des Afrika-Cups wegen einer „Läsion“ am Herz auf Pierre-Emerick Aubameyang verzichten. Ein Problem, das auch den FC Bayern München aktuell betrifft.
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Nach seiner Infektion mit dem Corona-Virus vor Beginn des Afrika-Cups muss Gabuns Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang vorerst weiter aussetzen. Bei Untersuchungen des früheren Dortmunder Bundesliga-Profis sei eine „Läsion“ des Herzens festgestellt worden, teilte der Fußballverband Gabuns am Freitag auf Facebook mit. Eine genauere Diagnose lag zunächst nicht vor.

Der 32 Jahre alte Stürmer des FC Arsenal fehlte damit am Abend beim 1:1 in der Partie gegen Ghana. Die medizinische Abteilung des afrikanischen Kontinentalverbands habe kein Risiko eingehen wollen, teilte der Verband Gabuns weiter mit. Aubameyangs Teamkollegen Axel Meyé und Mario Lemina mussten aus dem gleichen Grund passen. Zum Auftakt hatte Gabun mit 1:0 gegen die Komoren gewonnen. Jeder Spieler, der zuvor beim Turnier mit Corona infiziert war, muss vor einer Rückkehr eine medizinische Untersuchung absolvieren. Der Afrika-Cup findet bis zum 6. Februar in Kamerun statt.

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Ein Problem, welches sie auch beim FC Bayern München kennen. Dort muss Julian Nagelsmann auf Alphonso Davies verzichten, bei dem eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert wurde. Nach dem Ende der häuslichen Isolation war der 21 Jahre alte Bayern-Profi untersucht – und dann nach der Trainingsrückkehr in eine mehrwöchige Zwangspause geschickt worden. „Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit in diesen Tagen gegeben, dass es von einer Corona-Infektion plus sportlicher Betätigung kommt. Aber wir wissen es nicht zu 100 Prozent“, sagte Nagelsmann. „Es hat aber auch keine Relevanz bezüglich der weiteren Vorgehensweise bei ihm. Fakt ist: Er hat's – das ist bescheiden bis beschissen, bis hochgradig beschissen.“

„Jetzt geht es wieder um Corona“

Corona lässt auch den FC Bayern München nicht los. Nach dem Fehlstart in das Fußballjahr beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach, als Nagelsmann insgesamt 13 Profis, darunter neun zuletzt positiv getestete Akteure um Kapitän Manuel Neuer fehlten, folgt nun der nächste längere Ausfall. Im vergangenen Jahr hatte der nicht geimpfte Joshua Kimmich ebenso wie Eric Maxim Choupo-Moting wegen Quarantäne, Infektion und Lungenproblemen wochenlang pausieren müssen, jetzt trifft es den jungen Kanadier Davies.

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Dass außer den vermutlich in der Startelf aufgebotenen Neuer und Corentin Tolisso am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) gegen den 1. FC Köln auch Dayot Upamecano, Omar Richards, Leroy Sané und Tanguy Nianzou als Wechseloptionen wieder im Kader sind, konnte angesichts der Diagnose für Davies kein rechter Trost sein. Zwar betonte Nagelsmann, dass es sich um Anzeichen einer leichten Herzmuskelentzündung handele und es „nicht so dramatisch“ sei. Dennoch trifft es den Linksverteidiger, der auf „unbestimmte Zeit“ fehlt, und den Klub hart.

„Ich habe tatsächlich gedacht, dass wir das Thema Corona vor Weihnachten dann irgendwann begraben können und es nicht ständig um Corona geht. Jetzt geht es doch wieder viel über Corona“, sagte Nagelsmann vor dem Auswärtsspiel. „Phonzie ist bis auf Weiteres raus aus dem Training und wird auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Das muss jetzt komplett ausheilen.“

Ob Fußballspieler, Leichtathleten oder Eishockeyspieler: Immer mehr Sportler berichten von Atem- oder Herzproblemen nach der Corona-Infektion. Die Folgen der Erkrankung begleiten die Sportler weiter – nicht immer so prominent begleitet wie bei Alphonso Davies oder Pierre-Emerick Aubameyang.

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Quelle: vate./dpa
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