FAZ plus ArtikelNach Champions-League-Reform

Ist die neue Königsklasse eine Super League light?

Von Daniel Theweleit
22.04.2021
, 19:34
Die Super League ist schon wieder Geschichte. Die Champions-League-Reform aber bleibt. Es wirkt absurd, dass ausgerechnet dieser Wettbewerb plötzlich eine rettende Lösung darstellen soll.

Endgültig mochte Florentino Pérez seine Pläne für eine Super League auch am Donnerstag noch nicht aufgeben. Wer glaube, das Projekt sei endgültig gescheitert, liege „komplett falsch“, sagte der Präsident von Real Madrid in einem Interview, das der Radiosender „Cadena Ser“ am Morgen ausstrahlte. Schließlich seien die zwölf Super-League-Klubs Verpflichtungen eingegangen. „Die Verträge sind verbindlich. Es ist klar im Vertrag, dass du nicht gehen kannst“, verkündete Pérez – was in England und anderswo offensichtlich anders gesehen wird.

Tatsächlich klar ist hingegen, dass von 2024 an die neue Champions League kommen wird, sehr wahrscheinlich mit allen großen Vereinen. Zumal es auch hier richtig viel Geld zu verdienen gibt. In dem ganzen Schlachtengetöse rund um die Super League ist beinahe untergegangen, dass die Europäische Fußball-Union (Uefa) ebenfalls daran arbeitet, Risikokapital für ihr Europapokal-System zu akquirieren, so wie es die Super-League-Schöpfer mit dem Bankhaus JP Morgan geplant hatten. Der Kontinentalverband soll unwidersprochenen Berichten zufolge mit dem Londoner Investmentunternehmen Centricus Asset Management verhandeln, das angeblich bereit ist, sechs Milliarden Euro in die Wettbewerbe zu pumpen.

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