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Klopp macht Witze – Sorge um Ribéry

Von Tobias Rabe
 - 07:59
Trotz der Kälte in Liverpool hatte Jürgen Klopp seinen Spaß.

Kein Wunder, dass Jürgen Klopp allerbeste Laune hat. 14 Spiele, 13 Siege, ein Remis – und nun acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger an der Spitze der englischen Premier League. Es gibt im Fußball deutlich unangenehmere Situationen. Doch die Begeisterten, die dem FC Liverpool und dem Trainer schon zum Titel gratulieren wollen, weist Klopp, selbstredend, ab. „Ergebnistechnisch ist das eine unglaubliche Phase für uns, ganz klar“, sagte er nach dem 2:1-Sieg über Brighton & Hove Albion. „Aber wir befassen uns nur mit dem nächsten Spiel. Und das ist ein großes, gegen Everton.“

In der Tat ist das Merseyside-Stadtderby schon am Mittwoch (21.15 Uhr bei Sky) ein ganz spezielles. Dass die Laune gut bleibt, lag am knappen Sieg Liverpools mit einer kuriosen Schlussphase. Nach den zwei Treffern von Abwehrchef Virgil van Dijk in der ersten Halbzeit sah alles nach einer klaren Sache für die „Reds“ aus. Dann unterlief Torwart Alisson Becker ein Handspiel außerhalb des Strafraums. Er sah Rot und musste von Adrian ersetzt werden. Der merkte nicht, dass er Freistoß vom Schiedsrichter schon freigegeben war – und kassierte ein Tor, weil er noch am Pfosten stand und die Mauer stellte.

Später indes bewahrte Adrian Liverpool vor dem Ausgleich und animierte Klopp zu einigen launigen Bemerkungen ob der geringen Temperaturen. „Wir mussten einen gefrorenen Torhüter bringen“, sagte er bei der Pressekonferenz zu den Journalisten. „Stellen Sie sich vor, mit kurzer Hose, dünnem Trikot und Handschuhen, die einen nicht wirklich wärmen, auf das Spielfeld zu gehen.“ Und wenn der Referee einen Freistoß schnell ausführen lasse, „sieht man schon mal doof aus“. Alles kein Problem für Klopp: „Er hatte kalte Füße und konnte nur nicht so weit schießen, wie er sich das vorstellte.”

Während Liverpool ein enges Spiel nach dem anderen gewinnt, ließ Verfolger Manchester City mal wieder Punkte liegen. Bei Newcastle United reichte es nur zu einem 2:2. Raheem Sterling und Kevin de Bruyne trafen, doch der frühere Liverpooler Jonjo Shelvey glich kurz vor dem Abpfiff noch aus.

Daher steht Leicester City vor Manchester City. Der Sensationsmeister von 2016 hat sich unter dem neuen Trainer Brendan gemacht und steht auf Platz zwei. Gegen den FC Everton gelang ein 2:1-Sieg im eigenen Stadion – weil Kelechi Iheanacho in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch traf.

Der FC Chelsea mischt mit seiner jungen Mannschaft und dem neuen Trainer Frank Lampard vorne mit. Doch gegen West Ham United mussten die „Blues“ eine überraschende Niederlage hinnehmen. Aaron Cresswell traf nach der Pause für die „Hammers“, Torwart-Debütant David Martin weinte.

Einen deutlichen Effekt hat der Trainerwechsel bei den Tottenham Hotspur– wenn auch ein wenig anders als gedacht. Mit José Mourinho zeigt die Elf auf einmal, ganz ungewohnt für den Coach ein Spektakel. Und ist dazu noch erfolgreich. Gegen AFC Bournemouth gab es einen 3:2-Heimsieg.

Auch nach dem Aus für Trainer Unai Emery gab es keinen Sieg für den FC Arsenal. Die „Gunners“ kamen bei Norwich City nur zu einem 2:2 unter Interimscoach Freddie Ljungberg und Assistent Per Mertesacker. Pierre-Emerick Aubameyang traf doppelt. Mesut Özil spielte von Beginn an.

In der spanischen Primera Division bleibt der FC Barcelona Erster. Im Kampf um den Titel fuhren die Katalanen einen extrem wichtigen Auswärtssieg ein. Im Topspiel bei Atletico Madrid gelang ein 1:0. Lionel Messi war kurz vor Ende der goldene Torschütze. Atlético liegt nun sechs Punkte hinter Barca.

Acht Spiele in Serie hat Barcelonas Erzrivale nun schon nicht verloren. Bei Deportivo Alaves hat Real Madrid beim 2:1 aber einige Mühe. Toni Kroos bereitete die Führung durch Sergio Ramos vor, dann glich Alaves durch einen Elfmeter aus, ehe Abwehrspieler Dani Carvajal letztlich den Sieg sicherte.

Meister Juventus Turin musste in der italienischen Serie A einen überraschendes Remis hinnehmen. Im Heimspiel gegen Sassuolo Calcio reichte es nur zu einem 2:2. Leonardo Bonucci traf, doch danach drehte der Gegner auf. Am Ende rettete Cristiano Ronaldo mit einem Elfmeter noch einen Punkt.

Verfolger Inter Mailand nutzte den kleinen Ausrutscher von Juve und setzte zum Überholvorgang an. Mit einem 2:1-Heimsieg über SPAL Ferrara zog die Elf von Antonio Conte vorbei. Überragend dabei war einmal mehr Lautaro Martinez. Der argentinische Stürmer erzielte beide Treffer für Inter.

Keinen schönen Spieltag hatte der AC Florenz. Gegen US Lecce gab es im eigenen Stadion eine 0:1-Niederlage. Dazu zog sich Franck Ribéry eine Blessur am Knöchel zu. Der frühere Star der Bayern fehlt mindestens zwei Wochen. „Florenz in Sorge um Ribéry“, schrieb der Klub aus dem Tabellenmittelfeld.

In der französischen Ligue 1 fiel das Duell des Meisters aus. Wegen heftigen Regens wurde das Duell von AS Monaco und Paris St. Germain abgesagt. Bereits zuletzt gab es Unwetter in Frankreich, dabei waren zwei Personen ums Leben gekommen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Erster Verfolger von Paris ist etwas überraschend Olympique Marseille. Nach schwierigen Jahren ist der Klub nun wieder erfolgreich und steht auf Platz zwei. Gegen Stade Brest gab es einen 2:1-Erfolg im eigenen Stadion. Nemanja Radonjic traf nach dem späten Ausgleich doch noch zum OM-Sieg.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Rabe, Tobias
Tobias Rabe
Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.
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